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Studie zur Web-Präsenz Wie web-affin ist die Logistikbranche?

| Redakteur: Gesine Herzberger

Die Logistikbranche boomt – nicht zuletzt auf Grund von Entwicklungen in Richtung Handel 4.0 und wachsenden Zweigen wie E-Food. Aber wie ist es eigentlich in den klassischen Branchensegmenten wie Spedition und Intralogistik um die Online-Affinität der Unternehmen bestellt?

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Die Logistikbranche ist in Deutschland einer der bedeutendsten Wirtschaftszweige, in Sachen online gibt es allerdings noch Nachholbedarf.
Die Logistikbranche ist in Deutschland einer der bedeutendsten Wirtschaftszweige, in Sachen online gibt es allerdings noch Nachholbedarf.
(Bild: gemeinfrei / Markus Spiske / CC0 )

Der Logistikmarkt ist in Deutschland einer der bedeutendsten Wirtschaftszweige. Er rangiert vor der Elektronikbranche und dem Maschinenbau und übertrifft letzteren mit einer Beschäftigungszahl von rund drei Millionen um das Dreifache. Rund 240 Mrd. Euro Umsatz wurden im Logistiksektor im Jahr 2015 branchenübergreifend erwirtschaftet.

Dennoch hat die Logistikbranche Nachholbedarf in puncto Internetpräsenz. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Wie web-affin ist die Logistikbranche?“ von ennovative. Vielen ist die Wichtigkeit ihres Internetauftrittes bewusst und sie glauben, diesbezüglich gut aufgestellt zu sein. Doch das stellt sich oft als Trugschluss heraus. ennovative hat die Selbsteinschätzung der Unternehmen auf den Prüfstand gestellt. Das Ergebnis: Es gibt im Bereich „zeitgemäße Web-Präsenz“ großes Optimierungspotenzial in den Logistikunternehmen.

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Web-Relaunches stehen hoch im Kurs

Viele Unternehmen sind bereits für die Wichtigkeit ihrer Präsenz im Netz sensibilisiert – diese Erkenntnis resultierte aus der Frage, wann die Firmenwebsite das letzte Mal erneuert wurde. So gaben in diesem Jahr 28 % und im Vorjahr 20 % der befragten Unternehmen ihren Internetseiten ein neues Look and Feel.

Doch ist das Design der Websites auch zeitgemäß? Diese Frage bejahten 66 % der gesamten Teilnehmer. Ob diese Einschätzung auch mit der Expertensicht übereinstimmt, hat ennovative beleuchtet und kam zu überraschenden Ergebnissen. Bei der Analyse und Bewertung zeigte sich, dass bei knapp 45 % der Websites der Studienteilnehmer, die die Frage nach dem zeitgemäßen Design mit „Ja“ beantworteten, keine aktuellen Designmaßstäbe, wie zum Beispiel moderne Optik, Usability und Neuromarketing angesetzt wurden.

SEO-Status wird fehleingeschätzt

Diese Tendenz zeigte sich auch im Bereich der SEO. So bewerteten 64 % der Befragten ihre Websites als SEO-optimiert. Die ennovative-Analyse hält dagegen: etwa 50 % dieser Unternehmen, die mit „ja“ antworteten, lagen mit ihrer Einschätzung richtig und 50 % falsch. Im Umkehrschluss dieser Frage bedeutet das nach der Expertenanalyse: insgesamt 69 % der gesamten Umfrageteilnehmer wenden keine professionelle SEO-Strategie an.

Website als Vertriebskanal nicht ausgeschöpft

Des Weiteren gaben 57 % der gesamten Studienteilnehmer an, dass die Website sie bei der Akquise unterstützt. Dies zeigt sich auch darin, dass 56 % aller befragten Unternehmen Anfragen über die Internetseite verzeichnen. Für die restlichen 44 % fungiert die Website derzeit vorwiegend als Visitenkarte, denn sie werden gemäß eigenen Angaben nicht auf diesem Wege kontaktiert.

Viele Websites weisen kein Responsive Design auf

Mobile-Fähigkeit ist mittlerweile eine Standardanforderung der Suchmaschinen und ein wichtiger Rankingfaktor. Die Umfrage ergab, dass bereits 52 % aller Teilnehmer denken, ihre Website sei für mobile Endgeräte optimiert. Die restlichen 20 % waren in diesem Bereich bisher nicht aktiv und weitere 28 % der Teilnehmer vollziehen gerade eine Umstellung. Auch hier ergab sich nach der Websiteanalyse eine Abweichung: denn bei 30 % derjenigen, die ihre Website als responsive einstuften, trifft dies de facto nicht zu. Somit sind insgesamt nur 22 % der Websites tatsächlich responsive.

Typo 3 als CMS-Spitzenreiter

Welche Content Management Systeme sind eigentlich die beliebtesten in der Branche? 58 % der befragten Unternehmen setzen auf Typo 3 und 20 % nutzen Contenido. Lediglich 8 % arbeiten mit Wordpress und jeweils etwa 4 % mit Drupal, HTML oder Joomla.

Fazit

„Die Ergebnisse der Frage, ob das Unternehmen sein Webdesign als zeitgemäß empfindet, haben uns am meisten überrascht. Denn neben ansprechender Optik, die im Auge des Betrachters liegt, sollte die Website eine hohe Usability besitzen. Hohe Absprungraten, geringe time-on-site und wenige Seitenaufrufe pro Besucher sind ansonsten vorprogrammiert. Auch SEO und Mobile-Fähigkeit sind heute erfolgsentscheidend. Ergo: In der Logistikbranche besteht Nachholbedarf – gleichzeitig liegt hier großes Potenzial durch eine professionelle Internetpräsenz an der Spitze im Web zu agieren“, erklärt Marcel Woywodt, Operativer Geschäftsleiter (COO) von ennovative.

Zur Studienerhebung

Befragt wurden 220 mittelständische Unternehmen aus der Logistikbranche auf der Cemat 2016 und telefonisch. Den Ergebnissen der Umfrage hat ennovative eine Website-Analyse gegenübergestellt – das Fazit: nahezu die Hälfte der Befragten schätzt den Ist-Zustand der eigenen Webpräsenz in puncto SEO, Design und Mobile-Fähigkeit falsch ein.

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Über ennovative:

ennovative mit Sitz in Köln hat sich auf die Entwicklung und Optimierung von Internetauftritten und Shopsystemen spezialisiert. Neben der Konzeption und Programmierung der Web-Präsenzen setzt das Unternehmen Online-Marketing-Maßnahmen zur optimalen Positionierung und Reichweiten-Erhöhung in die Tat um. Zu den Referenzen von ennovative zählen namhafte Kunden wie die editho AG, Scout 24, Blaupunkt, Mattel und viele mehr.

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