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Interview

„Wir stehen momentan bei IoT 1.0“

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Können Start-Ups bei dieser Industriellen Revolution dann überhaupt den Unterschied machen?

Das denke ich schon, aber das ist in allen Branchen so, nicht nur in der Industrie. Start-Ups haben einfach den Vorteil im Gegensatz zu Konzernen, dass sie wesentlich schneller und unbürokratischer arbeiten. Aus diesem Grund beteiligen sich Global Player wie GE, Bosch oder SAP an unserem Programm. Auf den ersten Blick gibt es für solche Unternehmen keinen Grund, nicht selbst Einheiten zu bilden, die Innovation vorantreiben. Der bürokratische Aufwand und die Verwaltung, würde eine solche Einheit jedoch wahrscheinlich weniger effektiv werden lassen, als ein paar Jungs, die schnell an den Markt gehen, erste Learnings sammeln können und letztendlich sehr schnell mit einer Lösung um die Ecke kommen.

Neue Produkte werden oft von den sogenannten „Early Adopters“ quasi getestet, die auch mal den ein oder anderen Fehler vergeben und aktiv Feedback geben – woher bekommt ein Start-Up im industriellen Umfeld Feedback?

Dazu kann ich eine Geschichte erzählen: Filament, ein Unternehmen aus unserem Portfolio, hat in der Anfangsphase bereits jede Menge Feedback aus Konzernen bekommen. Nicht von den Unternehmen direkt, sondern von denen, die dort arbeiten. So passiert das relativ oft. Die Leute vor Ort suchen nach Lösungen und wenn sie eine passende gefunden haben, treten sie damit an ihre Vorgesetzten heran, die dann eine ganz andere Grundlage zur Entscheidung haben, wenn ihre Ingenieure das Produkt schon lieben. Die Entwickler, die Angestellten sind diejenigen, die man als Start-Up erreichen und überzeugen muss.

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Spielen hier aber nicht auch eventuell auch Sicherheitsbedenken wie beim Thema „Cloud“ eine wichtige Rolle?

Da muss man immer etwas Aufklärung betreiben. SAP oder Salesforce zum Beispiel, diese Produkte nutzen viele Unternehmen auch in Deutschland - das ist nichts anderes als die Cloud, sie nennen es nur nicht so. Die meisten Unternehmen arbeiten momentan mit einer Hybridlösung aus lokalem Speicher und cloudbasierten Anwendungen, aber ich denke das wird sich immer mehr in Richtung Cloud verschieben müssen, auch wenn viele bei diesem Thema sehr nervös werden.

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