Vollautomatische Viertel- und Halbpalettenkommissionierung bei EDEKA

12.03.2012

Seit September 2010 lagert und kommissioniert die EDEKA Handelsgesellschaft Rhein / Ruhr im Distributionszentrum Hamm Viertel- und Halbpaletten ohne Personaleinsatz mit der Witron-Lösung DPP (Display Pallet Picking System). Vormals rein manuelle Lagerprozesse wurden dabei durch eine vollautomatische Lösung optimiert. Die gemachten Erfahrungen sind mehr als positiv. In der Vergangenheit stellte EDEKA die Viertel- und Halbpaletten nach erfolgtem Wareneingang in einem extra dafür vorgesehenen Lagerbereich zunächst in der Fläche auf bevor sie dann manuell kommissioniert wurden. Aufgrund des Gewichtes und der Größe waren pro Kundenauftrag in der Regel neben dem Kommissionierer auch

Seit September 2010 lagert und kommissioniert die EDEKA Handelsgesellschaft Rhein / Ruhr im Distributionszentrum Hamm Viertel- und Halbpaletten ohne Personaleinsatz mit der Witron-Lösung DPP (Display Pallet Picking System). Vormals rein manuelle Lagerprozesse wurden dabei durch eine vollautomatische Lösung optimiert. Die gemachten Erfahrungen sind mehr als positiv.
 
 
In der Vergangenheit stellte EDEKA die Viertel- und Halbpaletten nach erfolgtem Wareneingang in einem extra dafür vorgesehenen Lagerbereich zunächst in der Fläche auf bevor sie dann manuell kommissioniert wurden. Aufgrund des Gewichtes und der Größe waren pro Kundenauftrag in der Regel neben dem Kommissionierer auch Staplerfahrer mit dieser unergonomischen Tätigkeit beschäftigt.
 
„Aktuell haben wir wöchentlich schon mehr als 120 verschiedene Artikel im Sortiment, die direkt auf Viertel-Paletten in die Märket geliefert werden müssen. Desweiteren etwa 70 verschiedene Artikel, die wir auf Halbpaletten-Paletten verschicken. Da wir davon ausgehen, dass die Artikelanzahl und der Durchsatz im Display-Bereich zukünftig noch weiter ansteigen war uns klar, dass wir die konventionellen Arbeitsabläufe verändern müssen. Gemeinsam mit unserem langjährigen Logistikpartner Witron haben wir deshalb nach einer wirtschaftlichen und ergonomischen Lösung gesucht“, erklärt Kerkenhoff.
 
Innerhalb kurzer Zeit entwickelte der Parksteiner Logistik-Generalunternehmer für EDEKA das automatisierte Display-Paletten-Picking System DPP und implementierte es in die bestehende Anlage. „Bereits fünf Monate nach Vertragsunterzeichnung haben wir mit dem neuen System gearbeitet“, zeigt sich der EDEKA-Logistiker über den schnellen Hochlauf erfreut.
 
Nun ist es möglich Viertel- und Halbpaletten komplett ohne Personalbedarf in den verschiedensten Varianten vollautomatisch zu kommissionieren. Zwei unterschiedlichen Halbpaletten oder vier unterschiedlichen Viertelpaletten. Sowohl auf Europalette als auch auf Rollcontainer. Ebenso könnte das System Aufträge mit einer Halbpalette und zwei Viertelpaletten kommissionieren. In Hamm ist DPP integraler Bestandteil des Gesamtsystems. Grundsätzlich kann DPP auch als Stand-Alone-System realisiert werden.
 
Zentrales Element ist ein eingassiges automatisches Kommissionierlager mit einer Aufnahmekapazität von 1.200 Viertelpaletten bzw. 360 Halbpaletten. Das besondere an dieser Anwendung ist, dass die Viertel- und Halbpaletten nicht nur auf Europaletten sondern auch auf Rollcontainer kommissioniert werden können. Die Automatisierung beinhaltet sämtliche Arbeitsschritte – beginnend im Wareneingang inkl. aller Wareneingangsprüfungen, Plausibilitäts- und Qualitätskontrollen, die Einlagerung im Hochregallager, den Weitertransport zum DPP-Modul mit anschließender Folienentfernung in Vorbereitung auf die Einlagerung, die Einlagerung ins DPP-Modul und die Kommissionierung im DPP-Modul.
Desweiteren wird die Auftragskonsolidierung, bis hin zur Bereitstellung der fertig kommissionierten Kundenaufträge im Warenausgang in diesem System abgewickelt. Innovative Fördertechnikelemente gestalten den Materialfluss effektiv und transparent.
 
Ein DPP-Querverschiebewagen nimmt die von der Europalette in der DPP-Vorzone getrennten Display-Paletten auf und transportiert sie zu einer Abstellfläche vor dem DPP-Modul. Ein Regalbediengerät übernimmt die Display-Paletten und lagert sie im DPP-Modul ein. Das gleiche Regalbediengerät ist auch für die Kommissionierung verantwortlich. Fertig kommissionierte Einheiten transportiert der Querverschiebewagen in die DPP-Vorzone zurück. Dort werden diese auf eine Europaletten bzw. in Rollcontainer geschoben und fördertechnisch in Richtung Warenausgang transportiert. Eine Konsolidierung mit Aufträgen für den gleichen Kunden - kommissioniert in anderen Logistikbereichen - ist durch das Lagerverwaltungssystem gewährleistet.
 
„Unsere Entscheidung, das Handling von Display-Paletten komplett mechanisiert abzuwickeln, war vollkommen richtig“, bringt Thomas Kerkenhoff die zahlreichen Vorteile der Anwendung auf den Punkt. „Durch die Automatisierung aller Prozesse erreichen wir eine hohe Wirtschaftlichkeit. Das Kommissionierergebnis von DPP sind stabile Transporteinheiten, ohne Kommissionierfehler und optimaler Kommissionierqualität. Zeitaufwendige, unergonomische Arbeitsprozesse entfallen und die Mitarbeiter können sich produktiveren Tätigkeiten widmen. Aufgrund der kompakten Lagerung durch optimale Nutzung der Gebäudehöhe sparen wir jede Menge Platz. Die Lösung wurde nahtlos in den Materialfluss des Distributionszentrums integriert und synchronisiert sich optimal mit der Infrastruktur unserer weiteren Logistik-Systeme. Und da wir mit DPP sowohl auf Palette als auch auf Rollcontainer kommissionieren, können wir die Wünsche des jeweiligen Marktes optimal erfüllen“.