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MM Logistik Award 2011 Ylog zeigt mit Schwarmrobotik starrer Automatisierung die kalte Schulter

| Redakteur: Robert Weber

Starrer Automatisierung im Lager erteilen die Entwickler von Ylog eine klare Absage. Ihre Lösung Intelligent Stacking Center (ISC) setzt unter anderem auf frei fahrbare Fahrzeuge. Schwarmrobotik ist das Stichwort. Dafür wurden die Österreicher mit dem MM Logistik Award 2011 in der Kategorie Lagern ausgezeichnet.

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Futuristischer Sieger: Die autonom agierenden Fahrzeuge von Ylog sorgen für mehr Effizienz im Logistikbetrieb und sollen die Zukunft der Lagertechnik repräsentieren. Bild: Ylog
Futuristischer Sieger: Die autonom agierenden Fahrzeuge von Ylog sorgen für mehr Effizienz im Logistikbetrieb und sollen die Zukunft der Lagertechnik repräsentieren. Bild: Ylog
( Archiv: Vogel Business Media )

Die Entwickler setzten auf eine neue, auf einzelne Lagerbereiche spezialisierte Technik, die Sicherheit und Flexibilität gewährleisten soll. Der Clou: Die Lagerlösung basiert auf einzelnen, frei fahrbaren, intelligenten Fahrzeugen sogenannten Autonomous Intelligent Vehicles (AiV).

Künstliche Intelligenz fürs Regal

Doch die AiV sorgten bei Ylog in der Entwicklung auch zu Kopfzerbrechen. Die Koordination der Fahrzeuge erwies sich als große Herausforderung. Eine zentrale Steuerung kam für die Alpenländer nicht in Frage. Stattdessen pflanzten die Ingenieure den Wagen künstliche Intelligenz ein.

In dem Stacking Center können sich die AiV gegenseitig erkennen, beachten Vorrangregeln und Einbahnstraßen. Ohne Unfälle und ohne zentralen Rechner arbeiten die Fahrzeuge ihre Aufträge ab. So gelingt es eine quasi unendlich große Anzahl von Teilnehmern ohne zentrale Verkehrssteuerung zu koordinieren, heißt es bei Ylog in der Bewerbungsmappe.

Einsatz in der Behälterlogistik eines Kleinteilelagers

Neben der technischen Raffinesse überzeugten auch die Zahlen aus dem Praxiseinsatz die Jury. Die Verfügbarkeit liege bei 99,7%. Damit sei man 1,5 % bis 2% besser als konventionelle Systeme, erklären die Techniker stolz. Einsatzszenarien sehen die Entwickler vor allem in der Behälterlogistik eines Kleinteilelagers, wo das System nach dem „Ware-zu-Mann“-Prinzip arbeitet.

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