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Versandhandelslogistik Zalando-Logistik drückt Ergebnis

| Redakteur: Robert Weber

Der Onlineshop Zalando.de wird wohl auch 2011 Verluste schreiben müssen, spekulieren Branchenexperten. Der Netto-Umsatz im ersten Halbjahr 2011 explodierte hingegen auf rund 200 Mio. Euro. Das schnelle Wachstum verursacht aber Kosten. Die Logistik belastet neben dem Marketing und der Vorfinanzierung das Ergebnis.

Zu viele Kartons kommen bei Zalando zurück. Die Retourenquote ist zu hoch, berichten Insider. Ein neues Logistikzentrum in Erfurt soll die Prozesse zukünftig optimieren. (Bild: Zalando)
Zu viele Kartons kommen bei Zalando zurück. Die Retourenquote ist zu hoch, berichten Insider. Ein neues Logistikzentrum in Erfurt soll die Prozesse zukünftig optimieren. (Bild: Zalando)

Nach 2010 wird das Berliner Unternehmen wohl auch 2011 einen Verlust ausweisen müssen, berichtet das Branchenmagazin „Fabeau“. Der Verlust sei auf das starke Wachstum und die geografische Expansion zurückzuführen, wird die Beteiligungsgesellschaft Investement AB Kinnevik zitiert. Die Investoren würden erst in einiger Zeit mit einem ROI rechnen, heißt es. Es wird sogar spekuliert, dass die Beteiligten einen „Exit an der Börse“ suchten.

Hohe Retourenquote fordert Logistiker

Der Grund für die roten Zahlen liegt auch in der Logistik. Zalando muss die meisten Waren vorfinanzieren und lagern, berichten Medien. Darüber hinaus soll das Unternehmen eine hohe Retourenquote besitzen. Bei den Berlinern kann man bis 100 Tage nach der Bestellung seine Waren noch kostenlos zurücksenden.

Die Logistik wird aber modernisiert. Mitte dieses Jahres geht ein neues Logistikzentrum in Erfurt in Betrieb, heißt es weiter.

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