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Dosierpumpen Zentrale Dosierung spart Zeit und Geld bei der Vergütung

| Autor / Redakteur: Matthias Kunert / Frank Fladerer

Dosierpumpen nehmen innerhalb der Pumpentechnik eine besondere Rolle ein: Als Verdrängerpumpen fördern sie, abhängig von der Motordrehzahl, aber nahezu unabhängig vom Druck, ein definiertes Volumen. Das ermöglicht unter anderem das Einstellen präziser Mischungsverhältnisse.

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Bild 1: Die Dosierpumpen von Bran + Luebbe sind im Baukastensystem konzipiert. Durch die Kombination von Triebwerkselementen können Mehrfachpumpen in horizontaler und vertikaler Ausführung zusammengestellt werden.
Bild 1: Die Dosierpumpen von Bran + Luebbe sind im Baukastensystem konzipiert. Durch die Kombination von Triebwerkselementen können Mehrfachpumpen in horizontaler und vertikaler Ausführung zusammengestellt werden.
( Archiv: Vogel Business Media )

Bran + Luebbe ist spezialisiert auf die Entwicklung und den Bau von Dosierpumpen, Dosiersystemen und Prozesspumpen. Aufgrund eines Baukastensystems sind durch Kombination von Triebwerkselementen Mehrfachpumpen in horizontaler und vertikaler Ausführung verfügbar (Bild 1).

Das bewährt sich bei der neuen, zentralen Anlagentechnik zur Kaltvergütung von Glas bei der Gerresheimer Essen GmbH (früher: Wisthoff). Die hier installierten Procam-Dosierpumpen besitzen zwei Köpfe: Der Membranpumpenkopf fördert VE-Wasser (vollentsalztes Wasser), der Kolbenpumpenkopf das Vergütungsmittel.

Bildergalerie

Die Gerresheimer Essen GmbH produzierte im Jahr 2007 mehr als eine Milliarde Spezialbehälter, nicht zuletzt für die pharmazeutische Industrie (Bild 2 – siehe Bildergalerie). Nicht alle Gläser, aber doch ein Großteil davon durchläuft eine oder mehrere Vergütungsstufen. Diese bestimmen in entscheidender Weise mit über die Eigenschaften des Glases.

So wird aus dem Glastyp III in Essen zum Beispiel auch der höherwertige Glastyp II hergestellt, der sich durch eine bessere hydrolytische Resistenz auszeichnet (Hydrolyse = Spaltung chemischer Verbindungen durch Wasser mithilfe eines Katalysators). Das gelingt durch eine spezielle Innenvergütung, die den Grad des Auslaugens deutlich herabsetzt. Die Außenvergütung hat andere Aufgaben: Zum einen macht sie auch sehr dünnes Glas stabiler, zum anderen gleiten die Gläser beim Transport leichter aneinander vorbei.

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Zentrale Anlage bietet Vorteile bei der Kaltvergütung

Während die Kaltvergütung früher dezentral an den einzelnen Produktionslinien erfolgte, wurde die Technik vor einigen Monaten auf eine zentrale Anlage umgestellt. Wesentliche Gründe dafür: Bei der dezentralen Technik mussten beim Wechsel des Vergütungsmittels nicht nur immer wieder 60-l-Fässer angedockt und wieder weggefahren werden, bei jedem Wechsel waren auch die bis zu 20 m langen Ringleitungen zu spülen. Der Zeitaufwand beim Wechsel des Vergütungsmittels lag bei 30 min. Zusätzlicher Aufwand war nötig, um stets ein gleichbleibendes Mischungsverhältnis sicherzustellen, weil durch die häufigen Wechsel Ventile verstopfen und Dosierpumpen ausfallen konnten.

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