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Flurförderzeuge „Zugang zu neuen Märkten und Technologie“

| Redakteur: Robert Weber

Die Intralogistiker von Kion bekommen neue chinesische Kollegen. Nach dem Einstieg der Asiaten fragt sich die Logistikwelt: Wie arbeiten Weichai Powers und Kion zukünftig zusammen? Antworten darauf liefert Michael Hauger, Leiter Corporate Communications des Konzerns.

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(Bild: Kion)

MM Logistik: Was verspricht sich Kion von der Partnerschaft mit Weichai Power?

Hauger: Kion bietet diese langfristige strategische Partnerschaft enorme Wachstumsmöglichkeiten, für Weichai Power Zugang zu neuen Märkten und Technologie auf Weltklasseniveau. Weichai Powers Investition ist ein weiterer Katalysator für das künftige Wachstum von Kion und insbesondere der Hydrauliksparte, da Kion noch besseren Zugang zum asiatischen und dort vor allem zum chinesischen Markt erhält. Gleichzeitig profitiert unser Geschäft mit Flurförderzeugen langfristig von Weichai Powers Investition.

MM Logistik: Was versprechen Sie sich vom Einstieg des Investors in Bezug auf die Vermarktungsaktivitäten in China?

Hauger: Weichai Power und Kion haben vereinbart, in mehreren strategischen Bereichen, wie zum Beispiel der Zulieferung von Teilen und Komponenten, zusammenzuarbeiten. Darüber hinaus beabsichtigen die beiden Unternehmen, ihre jeweiligen Vertriebs- und Servicenetzwerke sowie ihre Produktionskapazitäten zum beiderseitigen Vorteil zu nutzen. Dies wird das Wachstum von Weichai Power und Kion erheblich fördern und die Wettbewerbsfähigkeit in den jeweiligen Produktsegmenten und Märkten verbessern.

MM Logistik: Übernehmen die Chinesen in ihrer Heimat auch die Vermarktung der Kion-Stapler im Reich der Mitte?

Hauger: Nein. Die etablierten Vertriebswege bleiben bestehen.

MM Logistik: Erwarten Sie durch das Engagement eine steigende Nachfrage aus Asien?

Hauger: Wir sind in China seit rund 20 Jahren mit eigenen Produktionsstandorten sowie einem leistungsstarken Sales- und Service-Netzwerk vertreten, die wir in den vergangenen zwei Jahrzehnten aufgebaut haben. Als führender internationaler Anbieter für Material-Handling-Produkte sind wir bereits jetzt in einer starken Position. Die neue Partnerschaft stärkt unsere Position weiter und verbessert unsere Möglichkeiten, den Markt in China und im asiatisch-pazifischen Raum zu erschließen, zusätzlich.

MM Logistik: Wie bewertet Kion die wirtschaftliche Situation in China?

Hauger: China wird auf absehbare Zeit der wichtigste Wachstumsmarkt für uns bleiben. Die Wachstumsmärkte in Südamerika, Osteuropa, Indien und China bewegen sich nach wie vor auf einem sehr hohen Niveau.

MM Logistik: Wie bewerten Sie den Staplermarkt in China?

Hauger: Der Weltmarkt für Material Handling verändert sich rasant. Wachstumsmärkte in Asien, Osteuropa und Südamerika werden immer wichtiger. Mit einer Nachfrage in Höhe von etwa 250.000 Fahrzeugen pro Jahr entfällt auf China ein Viertel des gesamten Weltmarkts für Gabelstapler. In den vergangenen beiden Jahrzehnten ist der Markt für unsere Produkte in China schneller gewachsen als jeder andere.

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