IoT via Satellit Deutsche Telekom zeigt Tarife für Satellitenkonnektivität im Internet of Things

Quelle: Deutsche Telekom 3 min Lesedauer

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Auf dem diesjährigen Mobile World Congress zeigt die Deutsche Telekom neue IoT-Tarife. Erstmals bietet das Unternehmen nun auch Konnektivität über Satelliten kommerziell an. Zum Leistungsspektrum gibt es erste Details.

Satellitenkonnektivität im IoT: Kunden der Telekom sollen aus zwei Tarifpaketen wählen können, die jeweils terrestrische und satellitengestützte Konnektivität kombinieren.(Bild:  Deutsche Telekom/ iStock: ArtistGNDphotography/Jorg Greuel; Montage: Evelyn Ebert Meneses)
Satellitenkonnektivität im IoT: Kunden der Telekom sollen aus zwei Tarifpaketen wählen können, die jeweils terrestrische und satellitengestützte Konnektivität kombinieren.
(Bild: Deutsche Telekom/ iStock: ArtistGNDphotography/Jorg Greuel; Montage: Evelyn Ebert Meneses)

In einer entsprechenden Pressemitteilung erklärt die Telekom, dass es bei den neuen Tarifen zwei Wahlmöglichkeiten gibt. Beide sollen demnach jeweils terrestrische und satellitengestützte Konnektivität kombinieren. Sozusagen als Schaltzentrale zwischen den verschiedenen Mobilfunkdiensten diene die Plattform T IoT Hub. Bei Bedarf gebe es zudem auch Angebote für die entsprechende Hardware, zum Beispiel Satellitenterminals oder Router.

„Unser ‚Netz der Netze‘ spielt jetzt das ganze Potenzial aus: weltumspannend, lückenlos, zuverlässig, mit starken Partnern für Flexibilität und einer einfachen Umsetzung“, sagt Dennis Nikles, Geschäftsführer der Deutschen Telekom IoT GmbH (T IoT). „Wir bauen unser Partnernetzwerk stetig aus. Wissenschaftler und Unternehmen testen und entwickeln im Early Adopter Program die konvergente Konnektivität. Die Ergebnisse fließen in die Ausgestaltung unseres Angebotes mit ein.“

Die Tarife im Überblick

Einer der angesprochenen Partner ist dabei Intelsat. Mit diesem Partner habe man bei der Telekom eher breitbandige, stationäre Lösungen im Blick, beispielsweise für Wind- und Solarparks. Der Betrieb dieser kritischen Infrastrukturen setzt eine ausfallsichere Netzanbindung voraus. Intelsat ermögliche den IoT-Kunden der Telekom die direkte Nutzung einer weltweiten Satelliteninfrastruktur für lückenlose mobile und satellitengestützte Konnektivität. Das neue Tarifpaket „IoT Satellite Connect“ kostet laut Telekom 211,50 Euro im Monat und soll folgende Leistungen umfassen:

  • 1 GB Satelliten-Datenvolumen pro Monat mit einer garantierten Datenrate
  • 5 GB Mobilfunk-Datenvolumen verfügbar für Europa und Nordamerika
  • ein VSAT-Terminal mit Parabolantenne und Mobilfunk-Router, Installation und Service inklusive
  • die Möglichkeit, die Konnektivität über den T IoT Hub online zu verwalten und auf Programmier-Schnittstellen (API) zuzugreifen

Bald wolle Viasat und dessen Service-Partner Galaxy 1 Communications das Portfolio auch für mobile Anwendungsfälle ergänzen. Diese würden das aktuelle Serviceangebot der Deutschen Telekom speziell für die Bereiche Logistik, Landwirtschaft und maritime Anwendungen erweitern. Mit der Viasat-Tochter Inmarsat kooperiert die Deutsche Telekom bereits für die Versorgung von Flugpassagieren mit satellitengestützter On-Board-Kommunikation durch das European Aviation Network (EAN).

Auch Kunden, die einen bereits bestehenden „IoT Business LPWA“-Tarif nutzen, sollen optional Satelliten-Konnektivität hinzubuchen können. Hier kommt der Partner Skylo ins Spiel. Er soll die Bedarfe für schmalbandige Geräte (Narrowband-IoT, NB-IoT) über sogenannte geostationäre Satelliten abdecken: Umlaufgeschwindigkeit des Satelliten und Rotationsgeschwindigkeit der Erde sind identisch. Die sozusagen ortsfesten Satelliten sollen so eine permanente Verfügbarkeit bieten können. Mit den neuen 5G-Standards seien IoT-Geräte in der Lage, neben terrestrischem Mobilfunk auch Satelliten-Konnektivität zu nutzen. Bislang waren dazu zwei unterschiedliche Geräte notwendig. Integriert ist Skylo als erster nicht-terrestrischer NB-IoT-Roaming-Partner der Telekom. Für einen schnellen Einstieg ist ein einfaches Testangebot verfügbar. Es beinhaltet:

  • 6,5 MB Mobilfunk-Datenvolumen pro SIM pro Monat (verfügbar in Europa)
  • Satelliten-Datennutzung 90 Cent pro KB flexibel nach Verbrauch
  • Kosten: ab 2,70 Euro für ein Jahr

Parallel soll das Partnernetzwerk nach Wunsch der Deutschen Telekom weiter wachsen. Im Laufe des Jahres soll das Angebot um Satellitennetze im Low Earth Orbit (LEO) ergänzt werden. Diese befinden sich in einer niedrigen Erdumlaufbahn und können somit höhere Datenraten und eine geringere Latenzzeit ermöglichen. Künftige Partner für das Projekt seien OQ Technology und Sateliot.

Early Adopter Program: IoT über Satellit testen und entwickeln

Auch will die Telekom das Zusammenspiel von terrestrischer und Satelliten-Konnektivität fortwährend weiterentwickeln: Ende 2023 startete das „Satellite NB-IoT Early Adopter Program“. Derzeit arbeiten laut Unternehmensangaben 20 ausgewählte europäische Firmen an Prototypen konvergenter 5G-Geräte auf Basis von Test-Hardware von Murata und konvergenter Konnektivität der Deutschen Telekom und Skylo.

Eines dieser Unternehmen ist die PS-Systec GmbH. Sie unterstützt bei der Fernüberwachung und -diagnose von Anlagen in dezentralen industriellen Anwendungen. Stromgeneratoren, Pumpstationen und Druckluftsysteme erfordern eine lückenlose Überwachung und Wartung, um den Betrieb in Bergwerken, Inselnetzen und abgelegenen Orten sicherzustellen. Eine Retrofit-Lösung ermögliche die Nachrüstung von Sensoren und Protokollen für Maschinen in Gegenden ohne lückenlose Mobilfunkabdeckung.
Auch das Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut ist Partner des Programms. Für die Wissenschaftler ist der frühzeitige Zugang zur neuesten 5G-Technologie 3GPP Rel-17 ausschlaggebend, um Satelliten- und Mobilfunk in einem einzigen Gerät zu ermöglichen. Denkbare Einsatzszenarien sind Notfallwarn- und Sicherheitsanwendungen in Gebieten mit lückenhafter Konnektivität, wie öffentliche Warnsysteme, kommerzielle mobile Alarmsysteme, Erdbeben- und Tsunami-Warnsysteme.

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