Cyber-Resilienz
Herausforderungen und Lösungen für die vernetzte Intralogistik

Von Michael Martens * 4 min Lesedauer

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Die Logistikbranche steht vor einer der größten Herausforderungen ihrer Geschichte: der Schutz digital vernetzter Infrastrukturen vor Cyberangriffen. Mit der zunehmenden Digitalisierung und Automatisierung werden vormals isolierte Systeme zu potenziellen Einfallstoren für Cyberkriminelle.

Blick in das Security Operation Center von Riedel Networks.(Bild:  Riedel Networks)
Blick in das Security Operation Center von Riedel Networks.
(Bild: Riedel Networks)

Dies betrifft insbesondere die Intralogistik, in der Fördertechnik, Lagertechnik und Verpackungstechnik hochgradig digitalisiert und vernetzt sind. Doch wie kann die Branche dieser Herausforderung effektiv begegnen? In der Vergangenheit waren OT-Umgebungen (Operational Technology) wie Maschinensteuerungen und Anlagen in der Intralogistik physisch getrennt vom Internet. Dies schützte sie lange Zeit effektiv vor Cyberbedrohungen. Die Welt hat sich jedoch verändert und die Vorteile der Digitalisierung – wie Cloud-Integration und Remote-Support – haben dazu geführt, dass diese Isolation durchbrochen wurde.

Ein alarmierendes Beispiel für die potenziellen Gefahren zeigte sich im Januar 2024 in der Ukraine, als die Malware Frostygoop in industrielle Steuerungssysteme eindrang und Teile der Heizinfrastruktur störte. Dieser Vorfall war ein klares Signal dafür, wie anfällig OT-Systeme sind, selbst wenn sie ursprünglich isoliert waren. Frostygoop bewies, dass Angriffe auf industrielle Steuerungssysteme nicht nur theoretisch, sondern praktisch möglich und äußerst schädlich sind. Das ist keine ferne Bedrohung, sondern eine Herausforderung, die jeden Betreiber von OT-Systemen weltweit betrifft.