16.12.2024
Die Zukunft im Lager ist „scanfree“ – KI-gesteuertes Tracking mit Echtzeit-Laserlokalisierung
Qualitativ hochwertige Echtzeit-Daten sind die Voraussetzung für automatisierte, KI-gesteuerte Prozesse im Lager. Der manuell geführte Handscanner kann diese nicht liefern: Zu hoch ist seine Fehlerquote. Wer KI in die Intralogistik holen will, muss den Handscanner in die Schranken weisen: Mit Laserlokalisierung und Echtzeit-Tracking macht sich die Künstliche Intelligenz an die Arbeit.
Daten sind die Währung der Zukunftstechnologien: Künstliche Intelligenz (KI) optimiert Lagerprozesse nur dann, wenn sie mit qualitativ hochwertigen Daten in Echtzeit versorgt wird. Seit 1954 ein Wrigley’s Kaugummi in einem US-amerikanischen Supermarkt über den ersten Scanner gezogen wurde, bestimmen diese die Datenaufnahme. Und auch in die Intralogistik kam der Barcodescanner, um zu bleiben: Handscanner prägen dort auch heute noch das Bild der Datenerfassung. „Neueste Scan-Innovationen, wie Wearables, Scangates und Imager, euphorisieren die Branche auch heute noch basierend auf einer Jahrzehnte alten Technologie“, beschreibt Martin Welp, Managing Partner von IdentPro, seine Eindrücke von diesjährigen Branchenmessen. Dass die Zukunft weitgehend „scanfree“ sein wird, habe sich hingegen noch nicht herumgesprochen: Laserlokalisierung in Echtzeit verheiratet Güterinformationen und Geo-Position und erfasst Warenbewegungen automatisch mit Hilfe von an Flurförderzeugen angebrachten Sensoren. Das verspricht Lösungen für drängende Engpässe im Lager und bildet im Sinne eines Lean Management den Grundstock für automatisierte Datenverarbeitung.
Mit fehleranfälliger, manueller Datenerfassung kann KI nicht arbeiten
Effiziente Warenströme sind eng getaktet: Der Weg von der Maschine über die Produktion bis hin zur Versandplanung ist komplex. Oberstes Ziel sind reibungslose Prozesse in einer Intralogistik, die durch die betriebswirtschaftliche Brille betrachtet wie am Schnürchen laufen müssen: Such- und Leerfahrten gilt es zu vermeiden, Fehlstände zu beseitigen und Ineffizienzen zu verhindern. Falsch abgestellte Paletten und fehlerhafte Barcodes gehören zu den Engpässen im Lager, das Daten mit Scantechnologie erfasst. Dabei müssen verschiedene Lagertypen, wie Regal-, Block- oder Hochregallager, bei weit verbreiteter Platznot verwaltet werden. Eine weitere Herausforderung in der Intralogistik ist der Personalmangel, der sich in den nächsten Jahren weiter zuspitzen wird: „Häufig sitzen schon heute Zeitarbeiter und weniger qualifizierte Mitarbeiter mit einem Handscanner ausgestattet auf den Staplern und übernehmen die verantwortungsvolle Aufgabe der Datenerfassung“, weiß Martin Welp. Die Vorteile von Handscannern hinsichtlich niedrigschwelliger Investition, intuitiver Bedienbarkeit und einer schnellen Anbindung an bestehende Softwarelösungen können die Folgekosten, die durch ineffiziente Prozesse und eine hohe Fehlerquote entstehen, jedoch in Zukunft kaum ausgleichen. Und die KI kann ihren Job, Prozesse im Lager zu automatisieren, mit fehlerhaften, manuell erfassten Daten nicht antreten...
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