Hafen 4.0 Hamburger Hafen bekommt Trainingscentrum für digitalisierte Hafenarbeit

Von Hamburger Hafen Logistik AG 2 min Lesedauer

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Im Rahmen des Forschungsprojektes Portskill 4.0 hat die Hamburger Hafen Logistik AG am Container Terminal Altenwerder (CTA) das hochmoderne, digitale Trainingscentrum vorgestellt, das gezielt auf die Anforderungen der digitalisierten Hafenarbeit ausgerichtet sein soll.

HHLA-Mitarbeiter erprobt den im Rahmen von PortSkill 4.0 entwickelten Trainingsleitstand am CTA.(Bild:  HHLA)
HHLA-Mitarbeiter erprobt den im Rahmen von PortSkill 4.0 entwickelten Trainingsleitstand am CTA.
(Bild: HHLA)

In dem Projekt Portskill 4.0 wurden in den letzten zwei Jahren umfangreiche Analysen der operativen, administrativen und technischen Jobprofile in den deutschen Seehäfen durchgeführt, um zu untersuchen, wie sich die Tätigkeiten durch Digitalisierung und Automatisierung verändern werden. Neben den zu erwartenden Veränderungen in den Hafenjobs durch die Automatisierung und Digitalisierung werden den Ergebnissen zufolge auch neue Tätigkeiten und Rollen entstehen, die spezifische, teils neue Kompetenzen erfordern.

„Hafenarbeit ändert sich im Wandel der Zeiten. Kontinuierliche Aus- und Weiterbildung sowie die Qualifizierung von Beschäftigten sind entscheidend, um vom Wandel der Arbeitswelt zu profitieren. Das Projekt PortSkill 4.0 ist ein wichtiger Meilenstein bei der Transformation der Arbeit” meint Hamburger Senatorin für Wirtschaft und Innovation Dr. Melanie Leohnard über das Projekt.

Im Trainingscentrum am CTA, können die zukünftig benötigten Kompetenzen gezielt geschult werden. Durch die Kombination aus Technik, vernetztem Lernen und der Analyse zukünftiger Jobanforderungen bietet das „ma-co digitales trainingscentrum“ eine Plattform zur Qualifizierung der Fachkräfte der Hafenwirtschaft von morgen. Die Trainings und Lerninhalte werden nun im Rahmen von Portskill 4.0 in einem ersten Schritt verprobt, nach Projektende sollen sie auch öffentlich angeboten werden.

Neben der Einbindung haptischer Elemente stehen bei dem Projekt vor allem die Erprobung virtueller Lernwelten im Vordergrund. Herzstück des Zentrums ist eine große Videowand mit sechs Bildschirmen, die zusammen mit Kontrollpulten als Leitstand dient. Ein weiterer Raum ist mit einem Fernsteuerstand für z.B. Containerbrücken, Lager- und Bahnkräne ausgestattet, während in einem separaten Raum Virtual-Reality-Anwendungen für immersive Schulungen genutzt werden können. Die Räume am CTA sind mit den ma-co-Standorten in Hamburg und Bremen verbunden, sodass Teilnehmende sich standortübergreifend in einer gemeinsamen virtuellen Trainingsumgebung begegnen können.

Lernen in sicherer Umgebung

Die praxisnahe Darstellung soll den Lerntransfer maßgeblich erhöhen. Außerdem soll die Lernumgebung ermöglichen, Gefahren- und Ausnahmesituationen in sicherer Umgebung zu trainieren. Trainingsinhalte und -szenarien sollen dadurch deutlich flexibler angepasst und gesteuert werden, um individuelle Lernbedürfnisse und -voraussetzungen besser zu berücksichtigen.

Das Projekt Portskill 4.0 wird im Rahmen der Forschungsinitiative Ihatec II des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr (BMDV) gefördert. Während Ihatec I auf technische Projekte fokussiert war, wurde der Kreis der Antragsteller in Ihatec II ab 2021 auf Bildungsträger und Forschungseinrichtungen erweitert, um Qualifizierungs- und Weiterbildungsangebote zu entwickeln. Bereits 2018 erarbeitete die Hafenwirtschaft, angeführt von ma-co, gemeinsam mit Partnern wie verdi, ZDS und weiteren Akteuren erste Konzepte für ein menschenzentriertes Projekt. 2020 wurde das Konsortium zusammen mit HHLA, BLG inkl. Eurogate und Patientzero als Partner finalisiert. Nach Abschluss des Projektes Ende 2025 soll das Trainingszentrum auch für weitere maritime Akteure zugänglich sein.

Erforschung von Jobprofilen und sozioökonomischen Auswirkungen

Neben der Analyse neuer bzw. veränderter Jobprofile und der entsprechenden Qualifikationen legt das Projekt Portskill 4.0 auch großen Wert auf die Betrachtung der sozioökonomischen Auswirkungen der digitalen Transformation in der Hafenwirtschaft. Mit der Förderung durch Ihatec II und der engen Zusammenarbeit zwischen Sozialpartnern wie verdi und ZDS wurde ein auf Sozialpartnerschaft basierendes Projekt realisiert, das die Transformation der Hafenarbeit aktiv begleitet.

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