07.12.2009 | Redakteur: Claudia Otto
Im Rahmen einer vergleichenden Untersuchung hat das Institut Tul-Log aus Dresden verschiedene Antirutschmatten in der Klimakammer der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) in Bergisch Gladbach auf ihre Wintertauglichkeit getestet. Unter Winterbedingungen erreichten nur die Schwerlastmatte Regupol 1000 LSE von BSW und die Antirutschmatte MT Premium von Marotech Reibbeiwerte über 0,6 µ.
Von den insgesamt 24 untersuchten Antirutschmatten waren diese beiden die einzigen, die bei einer Prüfung von 3 × 60 mm Teilzug mit Entlastung zwischen den Teilzügen Gleitreibbeiwerte von über 0,6 µ erzielten.
Inhalt der Untersuchung war die Beurteilung von Antirutschmatten für Streusalzautomaten im Winterdienst. Sie sollen zum einen den hohen Flächenpressungen standhalten und zum anderen besonders unter Einsatz bei Temperaturen bis -15 °C und unter Einfluss durch Streusalzlösungen noch akzeptable Reibbeiwerte garantieren. Dementsprechend wurden die Antirutschmatten Natriumchlorid-Sole und einer Temperatur von -15°C ausgesetzt.
Da die Antirutschmatte Regupol 1000 LSE von BSW für Schwerlasten bis zu 630 t/m² ausgelegt ist, dürfte sie nach Angaben des Herstellers die derzeit einzige Matte sein, die für den Einsatz bei Schwertransporten unter winterlichen Bedingungen geeignet ist. Regupol Schwerlastmatten sind schwarz und mit gelben, hell- und dunkelgrünen Farbpartikeln markiert, um Verwechselungen mit anderen Produkten auszuschließen.
Die Erkenntnisse aus diesen Prüfungen sind für die Ladungssicherung von allgemeiner Bedeutung, da die sich noch im Entwurf befindliche Richtlinie für die Prüfung von Ladung auf Straßenfahrzeugen, die VDI 2700 Blatt 14, keine Prüfkriterien unter winterlichen Bedingungen enthält.
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