Sondertransporte

Baumaschinen kommen günstiger auf die Baustelle

| Redakteur: Bernd Maienschein

ZBM-Logistikmanager Patrick Mertes setzt beim Vergabeprozess seiner Transportaufträge an spezialisierte Logistikdienstleister auf die internetbasierte Logistikplattform Transporeon. (Bild: Zeppelin Baumaschinen)
ZBM-Logistikmanager Patrick Mertes setzt beim Vergabeprozess seiner Transportaufträge an spezialisierte Logistikdienstleister auf die internetbasierte Logistikplattform Transporeon. (Bild: Zeppelin Baumaschinen)

Durch den Einsatz der internetbasierten Logistikplattform Transporeon kann die Zeppelin Baumaschinen GmbH ihre Logistikprozesse optimieren. Leerkilometer werden reduziert, Kosten und Aufwand um bis zu 20% gesenkt.

Manches, was später auf der Baustelle ein gewohnter Anblick ist, erweist sich auf der Straße als wahrer Koloss: Ein mittlerer Muldenkipper zum Beispiel kommt auf eine Transportbreite von über 4,4 m und eine Höhe von fast 4,5 m. Ein größerer Kettenbagger kann über 90 t wiegen. Normale Lkw‐Transporte sind damit unmöglich.

Für die Logistik der Zeppelin Baumaschinen GmbH (ZBM) und ihrer auf Vermietung spezialisierten Schwestergesellschaft MVS eine gewaltige Herausforderung. Nicht selten müssen die Maschinen über besondere Routen mit Begleiteskorte transportiert werden. „Dafür sind spezialisierte Logistikdienstleister notwendig“, erklärt Patrick Mertes, Logistikmanager bei der ZBM.

Täglich werden 35 Transporte über das Logistikportal abgewickelt

Um den Vergabeprozess in den 35 Vertriebs‐ und Servicestandorten der ZBM sowie in den 100 Mietstationen der MVS zu vereinheitlichen und somit Kosten zu sparen, setzt Zeppelin seit Mitte 2008 auf die internetbasierte Logistikplattform Transporeon. Heute wickeln die beiden Tochterunternehmen des Zeppelin‐Konzerns täglich bis zu 35 Transporte über das Logistikportal ab.

Transportiert werden Neu‐, Gebraucht‐ und Mietmaschinen der Marken Caterpillar und Hyster wie Bagger, Muldenkipper, Gabel‐ und Teleskopstapler, Personenarbeitsbühnen und vieles mehr. Dabei liefern ZBM und MVS die Maschinen in ganz Deutschland aus oder transferieren sie zwischen einzelnen Standorten.

Echte Preistransparenz der Transporte hat bisher gefehlt

Jeder der rund 135 Standorte vergibt eigenständig Aufträge an Spediteure, vor Einführung der Logistikplattform meist per Telefon. „In der Regel haben die Mitarbeiter drei bis vier Spediteure aus der Region angerufen, die man bereits kannte, und die Angebote verglichen“, beschreibt der Logistikmanager das Vorgehen. „Manchmal hatte nur ein Spediteur die Kapazitäten, um die Fracht zu übernehmen.“

Etwa 1200 verschiedene Logistikdienstleister fuhren allein 2007 für Zeppelin. Durch die dezentrale Frachtvergabe fehlte Zeppelin eine echte Preistransparenz. Auch die Qualität der Transporteure ließ sich nicht ohne weiteres bewerten. Die Spediteure hingegen konnten nicht auf das komplette Transportpotenzial von Zeppelin zugreifen – und somit auch keine Leerkilometer einsparen, zum Beispiel durch Dreiecksverkehre.

Höhere Transparenz durch elektronische Transportbeauftragung

Abhilfe schafft heute die Logistikplattform Transporeon. Die Plattform ermöglicht über das Modul „best carrier“ eine elektronische Transportanfrage und Auftragsvergabe. Die Speditionen bekommen dabei über Transporeon alle relevanten Auftragsdaten übermittelt. Interessierte Spediteure können direkt online ihr Angebot abgeben. Wer schließlich den Zuschlag bekommt, erhält ebenfalls online die genauen Auftragsinformationen zugesandt. Den übrigen Transporteuren wird automatisch abgesagt.

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