Logistikplanung
Advanced Shipping and Receiving im Auftragsabwicklungsprozess

Von Martin Ochs * 6 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

„Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile“. Dieses Zitat gilt insbesondere für das Zusammenspiel der SAP-Lösungen SAP Extended Warehouse Management (EWM) und SAP Transportation Management (TM). Erst wenn diese beiden Komponenten perfekt synchronisiert arbeiten, ergibt sich aus logistischer Sicht ein reibungsloser Auftragsabwicklungsprozess. Der Beitrag zeigt, wie dieses Zusammenspiel funktioniert und welcher Nutzen für Unternehmen entstehen kann.

Transport-Cockpit SAP TM mit Transportbedarf.(Bild:  FIS)
Transport-Cockpit SAP TM mit Transportbedarf.
(Bild: FIS)

Ein Auftragsabwicklungsprozess in SAP lässt sich vereinfacht mit folgender Belegkette beschreiben: Kundenauftrag – Lieferung – Kommissionierung – Verpacken – Transportplanung – Transportausführung – Fakturierung. Mit „Lieferung“ ist hier nicht der physische Lieferprozess gemeint, sondern der SAP-Folgebeleg des Kundenauftrags, der die Grundlage für weitere Prozessschritte bildet. Wenn jetzt die Transportplanung nicht mit der Lagerwirtschaft kommuniziert, können folgende (beispielhaften) Konstellationen eintreten:

  • Die Ware wird kommissioniert, gepackt und bereitgestellt, obwohl die Ausführung des Transports zu einem ganz anderen Zeitpunkt erfolgt.
  • Ein Transport ist geplant, ein eigenes Fahrzeug oder ein Speditionsfahrzeug warten an der Rampe und die Ware steht nicht bereit.
  • Die bereitgestellte Ware überschreitet oder unterschreitet die Transportkapazitäten des Fahrzeugs.

Transportplanung und Lagerwirtschaft ohne SAP-Integration

Grundlage der Transportplanung ist immer eine Frachteinheit – dies ist die kleinste, unteilbare Einheit, die transportiert wird. Diese Frachteinheiten werden, vereinfacht dargestellt, entweder aus Kundenauftragspositionen (auftragsbasierte Planung) oder aus Lieferpositionen (lieferbasierte Planung) in SAP TM gebildet.