Eigene Spannung nötig Deutscher Lithium-Ionen-Batteriemarkt bricht ein

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Zwar hat Acea jetzt analysiert, dass die Nachfrage nach E-Autos und Hybriden wieder angestiegen ist, doch der ZVEI spricht (mit Blick auf 2024) von einem Einbruch und einem Batteriedilemma ...

Lithium-Ionen-Batterien für Elektroautos sind unter anderem der Schlüssel für die erfolgreiche Abkehr von fossilen Energieträgern in der Mobilität. Im Mai diesen Jahres zog die Nachfrage nach E-Autos in Europa auch wieder an. Doch die Batterien für dieselben liefert vor allem China ...(Bild:  Energiethink)
Lithium-Ionen-Batterien für Elektroautos sind unter anderem der Schlüssel für die erfolgreiche Abkehr von fossilen Energieträgern in der Mobilität. Im Mai diesen Jahres zog die Nachfrage nach E-Autos in Europa auch wieder an. Doch die Batterien für dieselben liefert vor allem China ...
(Bild: Energiethink)

Nach Jahren des starken Wachstums sank laut ZVEI das Marktvolumen für Elektroautos in 2024 um 16 Prozent auf 20,5 Milliarden Euro. Der Rückgang gehe fast komplett auf das Konto der Lithium-Ionen-Batterien, die E-Autos Energie geben. Die Ursache ist die zuletzt schwache Entwicklung der Elektromobilität in Deutschland, was auch aufgrund der Ende 2023 ausgelaufenen E-Auto-Prämie geschieht, so der Verband. Und bei Batterieimporten sei Deutschland weiterhin stark auf Asien angewiesen, was nicht ohne Gefahr sei. Denn viele Bereiche in Deutschland seien auf sichere und leistungsfähige Batterien angewiesen – darunter die strategische Infrastruktur sowie die Wehrtechnik. Und ohne Batterien werde es nichts mit der Abkehr von fossilen Energieträgern. Das Marktvolumen definiere sich schließlich aus dem Kalkül „Produktion plus Importe minus Exporte“. Asien hat Europa demnach als Herkunftsregion von Batterien abgelöst, denn rund 52 Prozent der Batterieimporte kämen von dort nach Deutschland. Chinas Importvolumen betrage rund 8,9 Milliarden Euro, was das Land zum weltgrößten Lieferanten von Lithium-Ionen-Batterien mache.

Im letzten Jahr wurden viel mehr Batterien importiert als exportiert

Damit Deutschland als Batteriestandort nicht zurückfalle, brauche es, wie schon sooft gefordert, billigere Energie, schnellere Genehmigungen, weniger Bürokratie und eine verlässliche Förderung – vor allem eben mit Blick auf die Batterieforschung. Unternehmen bräuchten also endlich ein wettbewerbsfähigeres Umfeld, um den asiatischen Anbietern Paroli bieten zu können. Die Batterieproduktion in Deutschland gilt immerhin als wichtiger Baustein für den Wandel hin zur E-Mobilität. Und die vergangene Ampel-Regierung wollte mit hohen Subventionen Batterieproduzenten nach Deutschland locken – etwa den (heute insolventen) schwedischen Konzern Northvolt. In 2024 sank der Export von Batterien aus Deutschland um drei Prozent auf einen Wert von knapp acht Milliarden Euro, führt der ZVEI weiter aus. Die Produktion sackte dabei um fünf Prozent ab. Die Herstellung von Lithium-Ionen-Batterien fiel um sieben Prozent. Schließlich standen Exporten von 5,2 Milliarden Euro Importe von 18,3 Milliarden Euro gegenüber.

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