Rückblick
Die fünf größten Insolvenzen in der Logistik 2025

Von Louise Steinebach 3 min Lesedauer

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Mehr als 450 Insolvenzen verzeichnete die Logistikbranche 2025. Während Corona die Wertschätzung der Logistik steigerte, drücken Auftraggeber seit 2022 die Preise wieder. Eine Analyse der Insolvenzen zeigt eine eher durchwachsene Zukunftsprognose.

(Bild:  bilderbox)
(Bild: bilderbox)

Die angespannte wirtschaftliche Lage 2025 hatte auch auf die Logistikbranche Einfluss. Zolldrohungen, Lieferkettenengpässe und Handelskonflikte waren nur einige wichtige Faktoren für wachsende Unsicherheit und betriebswirtschaftliche Herausforderungen. Insgesamt 469 Logistikbetriebe mussten deshalb im vergangenen Jahr Insolvenz anmelden. Dabei wurden 19 Insolvenzverfahren von Unternehmen mit einem Umsatz über zehn Millionen Euro gemeldet. Die Insolvenzquote stieg damit im Vergleich zum Vorjahr um 5,6 Prozent. Zwar ist dieser Anstieg laut dem Beratungsunternehmen Falkensteg als moderat zu betrachten, die Insolvenzen von Unternehmen mit einem Jahresumsatz über 10 Millionen Euro hatten sich jedoch erst 2024 verdoppelt. Damit verweile die Branche auf einem strukturell bedrängten Niveau, heißt es seitens der Transformationsberatung Falkensteg.

Die Abhängigkeit der Logistikbranche von der Automobilindustrie habe demnach das Risiko der Branche in der Vergangenheit erhöht. Mittlerweile habe sich die Risikostreuung laut Insolvenzanalyse verbessert und Anteile von 60 bis 80 Prozent des Geschäfts weniger üblich. Ein Problem zeigt sich jedoch in der angespannten Preispolitik. Nachdem die Wertschätzung der Arbeit in der Logistik während Corona zunächst gestiegen war, senkten Auftraggeber seit 2022 die Preise drastisch.