PwC-Studie
Andauernde Disruptionen zwingen Unternehmen dazu, Lieferketten neu zu denken

Ein Gastbeitrag von Sven Michael Hoffmann * 4 min Lesedauer

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Nur ein Drittel der deutschen Unternehmen ist für Disruptionen bereit. Dabei erwarten globale Branchenführer Kostensenkungen in der Lieferkette von 19 Prozent sowie Umsatzsteigerungen von 16 Prozent. Mehr als 40 Prozent der befragten Unternehmen sehen die Notwendigkeit, ihre Lieferketten ESG-konformer zu gestalten. Das sind die wichtigsten Erkenntnisse einer Studie von PwC, die im Folgenden näher erläutert wird.

Die Transformation der Lieferketten ist eine komplexe Herausforderung, bei der nur marginale Verbesserungen von Qualität und Service nicht ausreichend sind. Vielmehr ist ein umfassender Ansatz notwendig.(Bild:  onephoto - stock.adobe.com)
Die Transformation der Lieferketten ist eine komplexe Herausforderung, bei der nur marginale Verbesserungen von Qualität und Service nicht ausreichend sind. Vielmehr ist ein umfassender Ansatz notwendig.
(Bild: onephoto - stock.adobe.com)

Die weitreichenden Umbrüche in den globalen Lieferketten zwingen Supply-Chain-Verantwortliche dazu, ihre Ökosysteme grundlegend zu transformieren – zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie „Reinventing Supply Chains 2030“ der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC Deutschland (PwC). Für die Untersuchung wurden weltweit mehr als 1.000 Führungskräfte aus dem Bereich Supply Chain zu den wichtigsten Trends und Entwicklungen der Branche befragt. Demnach sorgen insbesondere geopolitische Krisen, der Klimawandel und technologischer Fortschritt für konstante Disruptionen, die globale Lieferketten dauerhaft aus dem Gleichgewicht bringen.

Externe Schocks sind das „New Normal“

Die befragten Führungskräfte spüren angesichts dieser Veränderungen den Druck, ihr gesamtes Lieferkettenkonzept umzudenken, um es anpassungsfähiger, nachhaltiger und intelligenter zu gestalten – also „denkende“ Systeme zu schaffen, die lernen und sich weiterentwickeln. Ihre Pläne beinhalten, die Transparenz zu erhöhen, künstliche Intelligenz (KI) und Robotik zu integrieren und alle Stakeholder miteinander zu vernetzen, um Probleme schneller zu erkennen und zu beheben. Dies, so die Befragung, gelingt derzeit allerdings nur einer Minderheit von „Supply Chain Champions“.