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Logistiknetzwerke Apple kontrolliert seine Supply Chain

| Redakteur: Robert Weber

Supply-Chain-Management bedeutet nicht nur, die Zulieferer auf Pünktlichkeit und Produktqualität zu verpflichten, sondern auch, die Mitarbeiterbedingungen unter die Lupe zu nehmen. Apple musste in der Vergangenheit viel Kritik einstecken. Jetzt vermelden die Amerikaner Erfolge.

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Apple-Produkte sind weltweit begehrt. Doch in der Vergangenheit hagelte es Kritik an den Mitarbeiterbedingungen bei den Zulieferern des Konzerns. Die Supply-Chain-Manager haben reagiert.
Apple-Produkte sind weltweit begehrt. Doch in der Vergangenheit hagelte es Kritik an den Mitarbeiterbedingungen bei den Zulieferern des Konzerns. Die Supply-Chain-Manager haben reagiert.
(Brandon Daniel unter CC BY-SA 2.0-Lizenz, wikicommons)

Das Unternehmen aus Kalifornien kontrolliert jeden Montag die Einhaltung der Compliance bei seinen Zulieferern. Im Januar 2013 arbeiteten 99 % der erfassten Mitarbeiter nach den Compliance-Richtlinien, berichtet der US-Konzern. Das bedeutet: Die 60-Stunden-Woche ist für viele Arbeiter das Maximum. Der Elektronikkonzern startete seine Überprüfung der Supply Chain mit 500.000 Mitarbeitern. Mittlerweile stehen 1 Mio. Arbeiter unter dem Schutz der Compliance-Vorschriften. Die 99 % Zielerreichung in der „Work-Hour-Compliance“ ist der höchste Wert seit dem Start der Erhebung im Februar 2012. Mit dem Produktionsanlauf des I-Phone 5 sank er unter die Marke von 90 %.

Foxconn und Co. im Blick

Apple war in der Vergangenheit immer wieder in die Kritik geraten. Die Arbeitsbedingungen bei den asiatischen Zulieferern seien nicht haltbar und Aufstände in den Fabriken beunruhigten die Verantwortlichen in den USA. Stichwort: Foxconn. Das taiwanesische Unternehmen, das unter anderem in China produzieren lässt, sorgte in der Vergangenheit immer wieder mit schlechten Arbeitsbedingungen für Aufsehen.

Das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ widmete dem First-Tier-Supplier eigens eine ausführliche Geschichte und Apple-Boss Cook reiste persönlich nach China, um die Fabriken zu besuchen. Daraufhin entschloss sich das Unternehmen zu mehr Transparenz in den Ketten.

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