Bald Warnstreiks? Arbeitgeber legen Tarifangebot vor – Gewerkschaftler sagen nein!

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Lesen Sie hier, was die deutschen Metallarbeitgeber im Rahmen der laufenden Tarifverhandlungen der IG Metall für Zugeständnisse machen wollen ...

Die Arbeitgeber aus der Metallbranche haben einen ersten Vorstoß in Sachen Tarifangebot gemacht. Wie zu erwarten war, ist die Gewerkschaft mit weniger als sie bereits fordert, nicht einverstanden. Bald könnte es deshalb zu ersten Warnstreiks kommen ...(Bild:  IG Metall)
Die Arbeitgeber aus der Metallbranche haben einen ersten Vorstoß in Sachen Tarifangebot gemacht. Wie zu erwarten war, ist die Gewerkschaft mit weniger als sie bereits fordert, nicht einverstanden. Bald könnte es deshalb zu ersten Warnstreiks kommen ...
(Bild: IG Metall)

Die Metallarbeitgeber haben in den laufenden Tarifgesprächen mit der IG Metall ein Angebot vorgelegt. Sie schlagen demnach eine Erhöhung der Bezüge um insgesamt 3,6 Prozent vor. Allerdings soll die erste Stufe der Erhöhung um 1,7 Prozent erst im Juli 2025 einsetzen. Weitere 1,9 Prozent soll es dann ein Jahr später geben. Die Laufzeit der Vereinbarung wird 27 Monate betragen, wie der Arbeitgeberverband Gesamtmetall mitteilte. Es soll aber auch Entlastungsmöglichkeiten für angeschlagene Betriebe geben. Die Unternehmen bräuchten schließlich Planungssicherheit und Schutz vor Überforderung. Für die Gewerkschaft ist das Angebot natürlich „zu wenig, zu spät und zu langsam“. Auch die IG Metall Küste lehnte das Angebot für die norddeutsche Metall- und Elektroindustrie ab. In Baden-Württemberg kündigte die IG Metall nun Warnstreiks für Ende Oktober an, was eh schon abzusehen war, weil die Forderungen der Gewerkschaft (etwa sieben Prozent mehr Lohn) von Anfang an den Arbeitgebern viel zu hoch war. Auf Nachfrage bestätigte man, dass Warnstreiks bereits vor der nächsten Verhandlung am 31. Oktober in Böblingen stattfinden sollen.

Gründe für die ablehnende Haltung der IG Metall

Die Gewerkschaft fordert in den verschiedenen Tarifbezirken also sieben Prozent mehr Lohn und Gehalt bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Das Angebot der Arbeitgeber umfasst weiterhin eine einmalige Erhöhung der Azubivergütungen. Für die Auszubildenden hatte die Gewerkschaft ein Plus von 170 Euro gefordert. Dieses Angebot reiche aber nicht, um die Kaufkraft der Beschäftigten zu stärken und die Konjunktur anzukurbeln. Über die Laufzeit decke es nicht einmal die zu erwartende Inflationsentwicklung ab. Es müsse nun weitere Gespräche geben. Warnstreiks seien nicht auszuschließen. Die nächste Tarifrunde ist für Ende Oktober geplant. Man verwies dabei Vorwürfe, sozusagen „Streikgeil“ zu sein.

Deutsche Unternehmen müssen gestützt werden

Die Verhandlungsführerin der bayerischen Metallarbeitgeber, Angelique Renkhoff-Mücke, verwies auf die schwierige Situation vieler Unternehmen aus der Branche. Die Lage habe sich in den Monaten, seit die IG Metall im Juni ihre Forderung erstmals erhoben habe, nochmals drastisch verschlechtert. Wichtig ist für sie jetzt, die Unternehmen wettbewerbsfähig zu halten und damit eine Abwanderung oder gar die Schließung von Betrieben zu verhindern. Die Friedenspflicht in der Tarifauseinandersetzung endet am 28. Oktober. Danach sind auch Warnstreiks denkbar.

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