Läuft nicht so gut! Audi-Werk in Brüssel steht offensichtlich vor dem Aus

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Der Volkswagen-Konzern senkt wegen Belastungen in Milliardenhöhe unter anderem bei Audi die Ergebnisprognose für das laufende Jahr ...

Überraschend hat der VW-Konzern gestern die Prognosen für das laufende Geschäftsjahr nach unten korrigiert. Außerdem wurde bekannt, dass der Absatz der Audi-Modelle aus Brüssel (hier etwa der „Q8 Sportback e-tron“) alles andere als gut läuft. Es drohe das Aus für den Standort ...(Bild:  Audi)
Überraschend hat der VW-Konzern gestern die Prognosen für das laufende Geschäftsjahr nach unten korrigiert. Außerdem wurde bekannt, dass der Absatz der Audi-Modelle aus Brüssel (hier etwa der „Q8 Sportback e-tron“) alles andere als gut läuft. Es drohe das Aus für den Standort ...
(Bild: Audi)

Außer wegen Problemen bei der Nachfrage nach den in Brüssel von Audi gebauten Elektro-SUVs der „Q8 e-tron“-Modellfamilie schlagen dem Konzern noch weitere Kosten auf den Magen, wie etwa jene für den Personalabbau bei der Kernmarke VW, die dem Autobauer, wie es heißt, teuer zu stehen kommen. So werde im Gesamtjahr nach Einschätzung der Wolfsburger insgesamt weniger operatives Ergebnis übrig bleiben als bisher gehofft. Auch die Dachholding Porsche SE der Eigentümerfamilien Porsche und Piech rechne deshalb mit weniger Gewinn. Die Aktien der Unternehmen fielen nachbörslich.

Umbau oder gar Schließung des Brüsseler Audi-Werkes

Statt 7 bis 7,5 Prozent vom Umsatz werden nun nur noch 6,5 bis 7 Prozent vom Umsatz als operatives Ergebnis beim Volkswagen-Konzern hängenbleiben, teilte das Unternehmen gestern überraschend mit. Den Konzern träfen Belastungen in Höhe von 2,6 Milliarden Euro – darunter ohnehin bereits eingeplante Rückstellungen für den Personalabbau bei der Kernmarke VW-Pkw in Höhe von 0,9 Milliarden Euro. Die restlichen 1,7 Milliarden Euro fallen unter anderem für einen Umbau oder die Schließung des Betriebs im Audi-Werk Brüssel an. Audi will am Standort in der belgischen Hauptstadt einen vorgeschriebenen Informations- und Konsultationsprozess einleiten, in dem sozialverträgliche Maßnahmen mit den Sozialpartnern gesucht würden. Unter anderem sei die Einstellung des Betriebs am Standort möglich, falls keine anderen Alternativen gefunden würden.

Sport Luxury und Traton sind quasi aus dem Schneider

Über die Probleme bei Audi hinaus lasten noch verschiedene andere Sachverhalte ebenfalls auf den Gewinnen, heißt es. Unter anderem seien das Währungsverluste wegen der Aufgabe der Geschäfte der Volkswagen-Bank in Russland, aber auch die geplante Schließung des Gasturbinengeschäfts der VW-Tochter MAN Energy Solutions. Die Bundesregierung hatte den geplanten Verkauf des Geschäfts nach China aus Sicherheitsgründen verboten.

Die Markengruppen Sport Luxury um den ebenfalls börsennotierten Sportwagenbauer Porsche AG und der Lkw-Konzernbereich um die Nutzfahrzeugholding Traton seien aber nicht von den Belastungen betroffen. Auch die Konzernprognose bezüglich der üblichen Kennziffern neben der operativen Marge bliebe bestehen. Bei den Auslieferungen von Fahrzeugen rechnet VW demnach weiter mit einem Anstieg um bis zu drei Prozent und beim Umsatz mit einem Plus von bis zu fünf Prozent.

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