11. Hamburger Staplertagung

Automatisierung der Flurförderzeuge stand im Mittelpunkt

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Bei dem Niederhub-Kommissionierer „iGo neo“ von Still ist diese Art der Menschmaschine-Kommunikation heute bereits in einigen Punkten umgesetzt worden. Denn wie Christian Fischer und Volker Viereck in ihrem Vortrag zeigten, folgt dieses Kommissionierfahrzeug dem Bediener ohne explizite Fahrbefehle.

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Die zunehmende Automatisierung der Flurförderzeuge benötigt neue und verbesserte Schlüsselkomponenten. Hierzu gehören insbesondere elektrische Hochleistungs-Energiespeicher und 3D-Sensoren für die räumliche Umgebungserfassung. Dr. Stefan Wenzel gab in seinem Vortrag den Zuhörern einen Einblick in die umfangreichen Analysen, die bei Kion zum Einsatz von Li-Ionen Batterien durchgeführt worden sind. Im Vordergrund standen dabei die beiden Aspekte Wirtschaftlichkeit und Sicherheit. Die Wirtschaftlichkeitsanalyse ergab, dass bereits heute für etwa die Hälfte aller Einsätze von Elektrogegengewichtsstaplern die Li-Ionen Batterie wirtschaftlicher als die Bleisäurebatterie ist. Um das Thema Sicherheit ging es auch in dem Vortrag von Dr. Anatoly Sherman von Sick über 3D Assistenzsysteme für Flurförderzeuge. Vorgestellt wurden zwei unterschiedliche optische Systeme für die dreidimensionale Umgebungserfassung mit denen zur Kollisionsvermeidung Hindernisse im Fahrweg erkannt werden können.

Auch Mechanik wird weiterentwickelt

Trotz aller Assistenzsysteme, Teil- und Vollautomatisierung ist die Weiterentwicklung der mechanischen Komponenten nach wie vor von großer Bedeutung für die Branche. Tim de Witte von Camso aus Belgien zeigte, welches Entwicklungspotenzial selbst bei einer bewährten Komponente wie dem SE-Reifen noch vorhanden ist. Durch die Optimierung der Reifen- und Felgengeometrie sowie der Gummiwerkstoffe wurden die Seitensteifigkeit, die Tragfähigkeit und der Rollwiderstand bei verringertem Materialeinsatz gegenüber heutigen Reifen verbessert.

Die Fahrer von mobilen Arbeitsmaschinen wie Traktoren, Baumaschinen und Gabelstaplern sind beim Rückwärtsfahren durch das Verdrehen der Schulter und des Kopfes erheblichen zusätzlichen Beanspruchungen der Muskulatur und des Skeletts ausgesetzt. Deshalb hat Grammer das Sitzkonzept Dualmotion nach der ergomechanics Philosophie entwickelt, dessen Entstehungsgeschichte und Vorteile von Dr. Susanne Frohriep im letzten Vortrag vorgestellt wurden.

Die zwölfte Hamburger Staplertagung wird voraussichtlich im Juni 2018 an der Helmut-Schmidt- Universität in Hamburg stattfinden.

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