Schatz im Osten Behörden prüfen möglichen Lithiumabbau im Osten des Erzgebirges

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Es wird schon länger darüber nachgedacht, ob die Lithiumvorkommen im Erzgebirge abgebaut werden sollen. Jetzt wurde der nächste Schritt eingeleitet.

Im Osterzgebirge geht vielleicht bald noch eine ganz andere Sonne auf! Gemeint ist die Chance, die Abhängigkeit von China vom Lithium zu verringern. Denn im Erzgebirge liegen Millionen Tonnen davon unter Tage. Jetzt wird geprüft, ob der Abbau mit anderen Modalitäten kollidiert.(Bild:  Travelking)
Im Osterzgebirge geht vielleicht bald noch eine ganz andere Sonne auf! Gemeint ist die Chance, die Abhängigkeit von China vom Lithium zu verringern. Denn im Erzgebirge liegen Millionen Tonnen davon unter Tage. Jetzt wird geprüft, ob der Abbau mit anderen Modalitäten kollidiert.
(Bild: Travelking)

Konkret eröffnete die Landesdirektion Sachsen nun das Verfahren zur sogenannten Raumverträglichkeitsprüfung, mit Blick auf die Lithiumvorkommen im Osterzgebirge. Dabei soll beurteilt werden, ob das Vorhaben mit den Vorstellungen des Freistaates zur Landesentwicklung vereinbar ist. Alle Bürger haben demnach ab sofort die Möglichkeit, Einblick in die Antragsunterlagen zu nehmen, um mögliche Hinweise zum Projekt an die Landesdirektion zu richten, heißt es weiter. Diese Verträglichkeitsprüfung sei dem eigentlichen Genehmigungsverfahren vorgeschaltet und bilde damit die Grundlage für die weiteren Maßnahmen. Der Lithiumabbau wird dabei auf seine Folgen für unterschiedliche Nutzungsansprüche betrachtet. Das betrifft etwa Aspekte, wie die Siedlungsentwicklung und den Verkehr, die Wirtschaft, die Land- und Forstwirtschaft, den Tourismus und die Erholung sowie Bergbau- und Rohstoffsicherung. wie die Behörde erklärt. Es werden dabei aber auch Standortalternativen bewertet. Die Verfahrensunterlagen liegen vom 7. Juli bis 31. August 2025 in den Städten Altenberg, Bad Gottleuba-Berggießhübel, Glashütte und Liebstadt sowie im Landratsamt Sächsische Schweiz-Osterzgebirge öffentlich zur Einsichtnahme aus.

Millionen Tonnen Lithiumerz könnten pro Jahr gefördert werden

Die Zinnwald Lithium GmbH will demnach in der Gegend von Altenberg im Osterzgebirge ein Bergwerk zur Gewinnung von Lithiumerz errichten. Etwa 1,5 Millionen Tonnen dieses, etwa für die Mobilitätswende wichtigen Rohstoffs, sollen jährlich untertägig gefördert werden. Und zwar unterhalb des historischen Altbergbaus in Zinnwald, heißt es. Aber auch oberirdische Areale von rund 110 Hektar für die Aufbereitung des Roherzes brauche es. Aufbereitungsanlagen und ein Reststoffdepot sind im Ortsteil Liebenau vorgesehen. Auch wurden rund 120 Institutionen über die Eröffnung des Verfahrens informiert und zur Stellungnahme aufgefordert, wie man betont. Laut einer vorläufigen Studie ist der geplante Lithiumabbau durchaus machbar. Das Projekt sei außerdem wirtschaftlich sowie geologisch und ökologisch umsetzbar, wie Zinnwald Lithium erklärt. Die Erschließung der Lagerstätte wird aber auf eine Milliarde Euro beziffert. Wenn alles nach Plan laufe, könne 2028 mit dem Bau des Bergwerkes begonnen werden, um rund zwei Jahre später die Produktion zu starten. Das Unternehmen rechnet dann damit, bis zu 1.200 direkte und indirekte Arbeitsplätze schaffen zu können.

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