Nachhaltige Mobilität Bund und Länder fördern Brennstoffzellen-Lkws von Daimler Truck

Von Daimler Truck AG 4 min Lesedauer

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Das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) sowie die Bundesländer Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz haben Daimler Truck Fördermittel in Höhe von insgesamt 226 Mio. Euro zugesagt. Die Förderung ist Teil des Wasserstoff-Programms der Europäischen Union.

Übergabe des symbolischen Zuwendungsbescheids an Daimler Truck im Daimler Truck Test- und Entwicklungszentrum in Wörth am Rhein am 18. November 2024. V.l.n.r: Dr. Volker Wissing, Bundesminister für Digitales und Verkehr und Bundesminister der Justiz; Karin Rådström, CEO Daimler Truck AG; Daniela Schmitt, Staatsministerin und Ministerin für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau des Landes Rheinland-Pfalz; Dr. Andre Baumann, Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft des Landes Baden-Württemberg.(Bild:  Daimler Truck AG)
Übergabe des symbolischen Zuwendungsbescheids an Daimler Truck im Daimler Truck Test- und Entwicklungszentrum in Wörth am Rhein am 18. November 2024. V.l.n.r: Dr. Volker Wissing, Bundesminister für Digitales und Verkehr und Bundesminister der Justiz; Karin Rådström, CEO Daimler Truck AG; Daniela Schmitt, Staatsministerin und Ministerin für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau des Landes Rheinland-Pfalz; Dr. Andre Baumann, Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft des Landes Baden-Württemberg.
(Bild: Daimler Truck AG)

100 Brennstoffzellen-Lkw soll Daimler Truck mit dem Fördergeld des Bundes und der Länder produzieren. Für die Entwicklung, die Kleinserienproduktion sowie den Kundeneinsatz erhielt das Unternehmen nun 226 Millionen Euro Fördermittel. Daimler Truck CEO Karin Rådström erhielt heute den symbolischen Zuwendungsbescheid vom Bundesminister für Digitales und Verkehr und Bundesminister der Justiz Dr. Volker Wissing hat gemeinsam mit Staatsministerin und Ministerin für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau des Landes Rheinland-Pfalz Daniela Schmitt sowie Dr. Andre Baumann, Staatssekretär für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft des Landes Baden-Württemberg. „Die Förderzusage für die Entwicklung und Kleinserienproduktion von 100 Brennstoffzellen-Lkw ist ein wichtiger Anschub für den Einsatz von Wasserstoff im Straßengütertransport. Diese Förderung ist deshalb nicht nur ein starkes Signal für Daimler Truck, sondern für die gesamte Nutzfahrzeugbranche“ erklärt Rådström den Erhalt des Fördergelds.

Auf dem Weg zum CO2-neutralen Transport der Zukunft mit wasserstoffbasierten Antrieben hatte Daimler Truck 2021 einen Antrag zur Förderung von Brennstoffzellen-Lkw aus einer Kleinserie für den Fernverkehrseinsatz bei Kunden eingereicht. Daimler Truck erhält nun knapp zwei Drittel der Summe des förderfähigen Projektanteils.

Komponenten für die Lkw kommen aus verschiedenen Produktionsstandorten in Deutschland

Das Förderprojekt ist im Rahmen des „Important Project of Common European Interest“ (IPCEI)-Wasserstoff-Programms der Europäischen Union entstanden und umfasst sowohl fahrzeug- als auch produktionsbezogene Aktivitäten. Neben der Entwicklung der Fahrzeuge und dem Aufbau und Betrieb der Brennstoffzellen-Lkw werden die Fördermittel auch für Machbarkeitsstudien in Bezug auf die Wasserstofflieferkette sowie notwendige Produktionsanlagen und -prozesse in Vorbereitung auf eine geplante Serienproduktion verwendet. Wichtige Komponenten sollen an verschiedenen deutschen Produktionsstandorten aufgebaut und für die Endmontage bereitgestellt werden. Beteiligt sind unter anderem die Werke Kassel (elektrische Antriebsachse) und Mannheim („Tech-Tower“). Die Brennstoffzellen sollen aus der Pilotproduktion von cellcentric in Esslingen kommen und im Werk Gaggenau zu einem Brennstoffzellen-System montiert werden. Der Aufbau soll im Mercedes-Benz Werk Wörth stattfinden und die Fahrzeuge voraussichtlich ab Ende 2026 bei verschiedenen Kunden in den Praxisbetrieb gehen.

Flüssigwasserstoff ermöglicht eine Reichweite von 1.000 Kilometern und mehr

Eine Besonderheit des Projekts liegt im Einsatz der Flüssigwasserstoff-Technologie. Der Energieträger hat in diesem Aggregatzustand im Vergleich zu gasförmigem Wasserstoff eine deutlich höhere Energiedichte. Dadurch kann mehr Wasserstoff transportiert werden, was die Reichweite deutlich erhöht und eine vergleichbare Leistungsfähigkeit wie ein konventioneller Diesel-Lkw ermöglicht. Der Transportaufwand von Flüssigwasserstoff lässt sich zudem deutlich reduzieren und Flüssigwasserstofftanks bieten gegenüber gasförmigem Druckwasserstoff Vorteile bei Kosten und Gewicht. So ermöglicht der Einsatz von Flüssigwasserstoff unter anderem eine höhere Nutzlast. Im September 2023 hat Daimler Truck dies demonstriert, als ein für öffentliche Straßen zugelassener Prototyp des Mercedes-Benz GenH2 Truck mit einer Tankfüllung flüssigem Wasserstoff an Bord 1.047 km zurücklegte. Die im Rahmen von IPCEI geförderten Brennstoffzellen-Lkw sollen mit der erprobten Flüssigwasserstofftechnologie in den Kundeneinsatz gehen.

Kleinserie Teil umfangreicher Erprobungen von Brennstoffzellen-Lkw

Da die Fördermittel bereits vorab im Jahr 2022 unverbindlich in Aussicht gestellt worden waren, konnte Daimler Truck vorzeitig mit ersten Maßnahmen beginnen. Dahingehend wurden erste Prototypen des Brennstoffzellen-Lkw aufgebaut. So nutzen aktuell bereits fünf Unternehmen die Möglichkeit, erste Erfahrungen im CO2-freien Langstreckentransport mit Brennstoffzellen-Fahrzeugen zu sammeln. Die Sattelzug-Lkw werden in Deutschland auf spezifischen Routen in verschiedenen Anwendungsfällen im Fernverkehr eingesetzt und an der nun eröffneten Flüssigwasserstofftankstelle (sLH2) in Wörth am Rhein sowie an einer Tankstelle im Raum Duisburg betankt. Daimler Truck und seine Partnerunternehmen schaffen damit ein Leuchtturmprojekt und zeigen, dass schon heute ein dekarbonisierter Transport mit wasserstoffbetriebenen Lkw möglich ist.

Voraussichtlich ab Ende 2026 sollen dann die 100 IPCEI-geförderten Brennstoffzellen-Lkw an Kunden ausgeliefert werden. Damit die Transformation hin zum nachhaltigen Gütertransport mit Wasserstoffantrieben funktionieren kann, wird es in den nächsten Jahren darauf ankommen, dass eine flächendeckende Tankinfrastruktur sowie eine global ausreichende Versorgung mit grünem und preiswertem Flüssigwasserstoff aufgebaut wird.

Dr. Volker Wissing, Bundesminister für Digitales und Verkehr und Bundesminister der Justiz übergab den Zuwendungsbescheid für die Produktion von Brennstoffzellen-Lkw an Daimler Truck.(Bild:  Daimler Truck AG)
Dr. Volker Wissing, Bundesminister für Digitales und Verkehr und Bundesminister der Justiz übergab den Zuwendungsbescheid für die Produktion von Brennstoffzellen-Lkw an Daimler Truck.
(Bild: Daimler Truck AG)

Daimler Truck verfolgt konsequent eine Doppelstrategie mit wasserstoff- und batteriebetriebenen Fahrzeugen

Als einer der weltweit größten Nutzfahrzeughersteller hat sich Daimler Truck dem Pariser Klimaabkommen verpflichtet. Ziel ist es, bis 2039 nur noch im Fahrbetrieb CO2-neutrale Neufahrzeuge in den globalen Kernmärkten (Europa, USA, Japan) anzubieten. Lkw mit Brennstoffzelle können dabei für flexible und anspruchsvolle Anwendungen im Schwerlastverkehr und im Fernverkehr eine Lösung sein. Darüber hinaus ist die Verfügbarkeit einer entsprechenden Infrastruktur und die Verfügbarkeit von ausreichend grünem Strom und grünem Wasserstoff entscheidend für eine erfolgreiche Umstellung auf CO2-neutrale Antriebe.

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„Der nachhaltige Transport mit wasserstoffbetriebenem Lkw ist schon heute möglich. Daimler Truck produziert als erster europäischer Hersteller einen Serien-Lkw, bei dem flüssiger Wasserstoff eingesetzt wird – und gibt damit einen wichtigen Impuls für die gewerbliche Nutzung der Wasserstofftechnologie im Straßengüterverkehr”, erklärt Dr. Volker Wissing. „Ich freue mich, dass mein Ministerium das Projekt gemeinsam mit Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz mit insgesamt 226 Millionen Euro fördert. Mit dem Einsatz der neuen Brennstoffzellen-Lkw gewinnen wir wichtige Erkenntnisse für den künftigen Antriebsmix im nachhaltigen Güterverkehr“, meint Wissing.
In etwa zwei Jahren wird sich zeigen, welche Erkenntnisse das Projekt genau ergeben hat.

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