Cost down Europe Daimler Truck will Europa eine Milliarde sparen! Werden Jobs gekillt?

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Daimler Truck hat nach Meldung der dpa ein Effizienzprogramm am Laufen, dass dieser Summe an eingespartem Geld entspricht.

Daimler Truck kündigt ein milliardenschweres Sparprogramm an und will außerdem in die Offensive gegen die Konkurrenz gehen. Möglicherweise kann das aber auch Jobs kosten.(Bild:  Daimler Truck)
Daimler Truck kündigt ein milliardenschweres Sparprogramm an und will außerdem in die Offensive gegen die Konkurrenz gehen. Möglicherweise kann das aber auch Jobs kosten.
(Bild: Daimler Truck)

Bis zum Jahr 2030 will Daimler Truck rund eine Milliarde Euro einsparen, wie unternehmensnahe Kreise der Deutschen Presse-Agentur sagten. Ein Sprecher des in Leinfelden-Echterdingen ansässigen Lastwagenbauers wollte zu der Summe aber keine Angaben machen. Das Unternehmen hat demnach ein Effizienzprogramm aufgelegt, wie er daraufhin zugab. Nun will man Gespräche mit der Arbeitnehmervertretung aufnehmen. Über Inhalte des Sparprogramms machte der Sprecher auch keine Angaben. Der Gesamtbetriebsrat lädt in den kommenden Tagen zu Betriebsversammlungen in den Werken ein, wie es weiter heißt. Diese Dimension eines Sparprogramms habe es bei Daimler Truck noch nie gegeben. Der Vorstand müsse der Belegschaft auf Betriebsversammlungen deshalb erklären, warum und wie er das umsetzen wolle. Der Betriebsratschef merkte nur an, dass das Unternehmen kein Sanierungsfall und Sparen keine nachvollziehbare Strategie ist. Vom angekündigten Sparprogramm ist Mercedes-Benz Trucks betroffen. Dort zählt man rund 34.000 Beschäftigte in Deutschland inklusive der Mitarbeiter der Bussparte, die aber davon ausgenommen sind.

Daimler Truck will Scania und Volvo übertrumpfen

Das Sparprogramm trägt den Namen Cost Down Europe. Was das konkret bedeutet ist völlig offen. Also gibt es keine Informationen darüber, ob Teile der Produktion verlagert und Arbeitsplätze gestrichen werden könnten. Nach Angaben des Betriebsrats wird der Ausschluss von betriebsbedingten Kündigungen bis 2030 vom Vorstand nicht infrage gestellt. Das sei noch gesagt: Seit Anfang Oktober steht Karin Radström an der Spitze des Unternehmens. Bei der Vorstellung der Managerin hatte Aufsichtsratschef Joe Kaeser den Wettbewerbern den Kampf angesagt. Mittel- bis langfristig will man demnach nicht nur der größte Truck-Anbieter der westlichen Welt werden, sondern auch bei der Marge führend sein. Mit den Wettbewerbern sind Volvo und Scania gemeint.

Dennoch verliert Daimler Truck 12 Prozent

Der schwäbische Lastwagenbauer wolle aber auch die Kosten senken, weil die langsam beginnende Umstellung vom reinen Dieselantrieb auf Elektrolastwagen mit Batterieantrieb hohe Summen von Entwicklungskosten verschlinge. Außerdem dürften in den nächsten Jahren chinesische Nutzfahrzeughersteller den Markt in Europa ins Visier nehmen und ihre Lkw zu günstigeren Preisen anbieten. Nicht zuletzt hat Daimler Truck im dritten Quartal nach wie vor die Schwäche der europäischen Wirtschaft zu spüren bekommen. Geholfen habe lediglich das gute Geschäft in Nordamerika. Dennoch ging das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern um 12 Prozent auf 1,19 Milliarden Euro zurück.

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