Stärkungsprogramm Daimler Truck will in Europa besser aufgestellt sein

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Daimler Truck will in Europa wettbewerbsfähiger werden. Dazu hat man sich mit dem Gesamtbetriebsrat auf Eckpunkte für die Standorte in Deutschland geeinigt ...

Auch Daimler Truck (hier ein Blick in die Montage in Wörth) muss sparen! Dabei werden Stellen wegfallen, wenn auch möglichst sozialverträglich. Immerhin wird es laut Aussage der Entscheider in den nächsten 10 Jahren keine betriebsbedingten Kündigungen geben ...(Bild:  Daimler Truck)
Auch Daimler Truck (hier ein Blick in die Montage in Wörth) muss sparen! Dabei werden Stellen wegfallen, wenn auch möglichst sozialverträglich. Immerhin wird es laut Aussage der Entscheider in den nächsten 10 Jahren keine betriebsbedingten Kündigungen geben ...
(Bild: Daimler Truck)

Die Maßnahmen, durch die Daimler Truck seinen Erfolg für die Zukunft sichern will, reichen demnach von einem sozialverträglichen Personalabbau über die Verrechnung von Vergütungsbestandteilen bis hin zu mehr Personalflexibilität mit Zeitarbeit. Das zählten jedenfalls der Vorstandsmitglied Achim Puchert und der Gesamtbetriebsratschef Michael Brecht auf. Die vereinbarten Maßnahmen gelten dann für rund 28.000 Beschäftigte bei Daimler Truck. Das Bus-Segment komme ungeschoren davon.

Keine betriebsbedingten Kündigungen bei Daimler Truck

Vom Sparprogramm, das „Cost Down Europe“ genannt wird, werden bei der zuletzt schwächelnden Marke Mercedes-Benz-Trucks sowohl die Produktion als auch die Zentrale, die Verwaltung, der Vertrieb und die Entwicklung betroffen sein. Es sollen sowohl die Material- als auch die Personalkosten dabei gesenkt werden. So ist eben auch ein Personalabbau vorgesehen. Es gibt in Deutschland übrigens insgesamt fünf Standorte: Gaggenau, Kassel, Mannheim, Stuttgart und Wörth. Der letztere Standort ist das größte Montagewerk für Lastwagen von Daimler Truck. Insgesamt sollten die wiederkehrenden Kosten um über eine Milliarde Euro auf Dauer gesenkt werden, was bis spätestens 2030 geschehen soll. Man will alles aber möglichst schonend ablaufen lassen, was natürlich Fluktuation und Altersteilzeit beinhaltet. Ferner soll ein Teil der Tariferhöhung für das Jahr 2026 mit bestehenden tariflichen Zulagen verrechnet werden, wie beide Seiten mitteilen. Erfreulich: Betriebsbedingte Kündigungen sind für die nächsten 10 Jahre nicht vorgesehen.

Was sich lohnt, bleibt im Unternehmen

Laut Vorstand hat das Unternehmen auch vor, Leistungen von Daimler Truck im Bereich der Verwaltung gebündelt an andere Standorte oder nach außen zu geben, um die Kosten zu senken. Brecht: „Wir haben vereinbart, dass Verlagerungen oder Fremdvergaben nur nach einer Wirtschaftlichkeits- und Risikobetrachtung durchgeführt werden dürfen.“ Der Betriebsrat sei eingebunden. Wenn demnach etwas wirtschaftlicher selbst gemacht werden könne, dann bleibe es im Unternehmen – das gelte auch für Dienstleistungen. In Sachen Leiharbeit gibt es die Idee, die Quote auf 18 Prozent zu erhöhen. Das Thema spiele aber in der Produktion derzeit eher eine geringe Rolle. Denn an allen deutschen Standorten von Daimler Truck gebe es aktuell etwa nur 700 Leiharbeiter. Der Gesamtbetriebsratschef betont weiter, dass es wichtig ist, eine Neuregelung beim Thema Ergebnisbeteiligung zu haben. So schaffe man Sicherheit in unsicheren Zeiten.

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