Seit Beginn der Pandemie sind die Lieferketten in den Schlagzeilen. Noch nie dagewesene Logistikstörungen, Produktionsverzögerungen und Arbeitskräftemangel haben die globalen Lieferketten sowie Kundinnen und Kunden verunsichert. Mit Active Intelligence lassen sich die Lieferketten der Zukunft formen.
Ein umfassendes Echtzeit-Situationsbewusstsein schafft eine proaktive Reaktionsfähigkeit von der Produktionsstätte bis zur Auslieferung.
(Bild: Qlik)
Nach den durchwachsenen letzten beiden Jahren sollte 2022 das Jahr der Regenerierung sein. Aber Lieferkettenprobleme bestehen bis heute und haben direkte Auswirkungen auf alle Beteiligten. Von Engpässen bei Lebensmitteln oder Computerchips, über Hafenschließungen bis hin zur Verfügbarkeit von Arbeitskräften – fragile Lieferketten stellen ein Problem dar. Das wurde auch von Unternehmensseite verinnerlicht. Basierend auf Problemen in den Lieferketten hat der Tech-Gigant Apple beispielsweise im dritten Quartal 2021 Umsatzeinbußen von 6 Milliarden US-Dollar verzeichnet.
Hinzukommend trat ein Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage auf. In einigen Bereichen stieg die Produktnachfrage während der Pandemie enorm an, sodass Zulieferer mit Beschaffungs- und Lieferengpässen zu kämpfen hatten. Dieser Nachfrageschub führte zu einer erhöhten Anfrage um neue Lieferanten und Materialien, was zu Problemen bei der Einarbeitung, der Einhaltung von Vorschriften und der Kapazität von Unternehmen führte. Dazu kamen die Unterbrechungen der Logistikdienste, was ernsthafte Transportprobleme zur Folge hatte.
Auch wenn es sich bei der Pandemie um eine Extremsituation handeln mag, haben Unternehmen und Logistik-Stakeholder gelernt, dass es längst nicht mehr ausreicht, mit Lagerbestandspuffern vorzubeugen oder Probleme in der Lieferkette nur kommen zu sehen. Es ist an der Zeit, in die Offensive zu gehen und frühestmöglich proaktiv zu handeln. Dies ist besonders wichtig, da kurzfristige Probleme in der Lieferkette nicht nur Rückstände bedeuten oder dazu führen, dass Schiffe und Flugzeuge an den Küsten beziehungsweise auf den Rollbahnen festsitzen. Wie bereits festgestellt, kann es schlimmstenfalls auch zu einem Dominoeffekt kommen, der sich auf Lagerhäuser, Arbeitskräfte und andere Bereiche auswirkt. Diese Auswirkungen sind real und die Folgen sind verheerend. Trotz der vielschichtigen Probleme ist auch eine Lösung ersichtlich – die durchgängige analytische Datenpipeline.
Transparenz und eine bessere Zusammenarbeit stärken Lieferketten
Die Herausforderungen in (inter-)nationalen Lieferketten sind komplex. Deshalb ist es wichtig, mit der Active-Intelligence-Lösung intern im Unternehmen und unternehmensübergreifend Klarheit zu schaffen. Zwar verfügen alle Unternehmen über ein gewisses Maß an Transparenz, doch ist eine Verzögerung von über einer Woche nicht ungewöhnlich und gilt als typisch. Lang genug wurde der Technologiebereich von Lösungen basierend auf passiven Plattformen und Tools bestimmt. Das Dashboard liefert beispielsweise eine Analyse, die primär auf historischen Datensätzen basiert.
In der heutigen Schnelllebigkeit müssen Unternehmen allerdings täglich oder sogar minutengenau mit ihren Daten kommunizieren, um ein besseres Risikomanagement und alternative Beschaffungsvereinbarungen zu organisieren. Die Supply-Chain-Abteilungen haben Zugriff auf große Datenmengen und müssen diese für eine Entscheidungsgrundlage strukturieren. Um die besten Analysen durchzuführen und vielschichtige Komplexität aufzulösen, müssen Datensilos aufgebrochen werden. Der Begriff Datensilo beschreibt eine Ansammlung von Daten, die sich im Besitz einer Gruppe befindet und auf die andere Gruppen im selben Unternehmen nicht einfach oder nur eingeschränkt zugreifen können. Um diese Daten allgemein zugänglich und somit verwertbar zu machen, wird eine vertrauenswürdige End-to-End-Datenanalyseplattform eingesetzt. Prognosen und Planung werden dabei optimiert und für alle Akteure freigegeben.
Weil die Herausforderung internationaler Lieferketten komplex sind, ist es wichtig, mit Tools wie der Active-Intelligence-Lösung intern und unternehmensübergreifend Klarheit zu schaffen.
(Bild: Qlik)
Bei Active Intelligence geht es also darum, den Akteuren im Ökosystem der Lieferkette – von der Fertigung über die Beschaffung bis hin zu Logistik und Spedition – die erforderlichen proaktiven Werkzeuge, wie Echtzeiteinblicke in die Lagerbestände, an die Hand zu geben und die Zusammenarbeit zu verbessern. Somit kann der Bedarf an Beständen besser vorhergesehen und bei unerwarteten Ereignissen proaktiv alarmiert werden, um flexibel reagieren zu können.
Der Bekleidungs- und Accessoire-Händler Urban Outfitters konsolidiert Daten bereits aus unterschiedlichen Geschäftsbereichen und Systemen mithilfe einer Cloud. Dank Active Intelligence wird ein einheitlicher Einblick in Bereiche wie Filialleistung, E-Commerce-Verkäufe, Betrieb und Lieferkettenlogistik ermöglicht. Und auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Filialen profitieren von den Daten. Sie stimmen sich über Kennzahlen und Kaufverhalten in den Filialen ab. Die Echtzeit-Datenanalyse hilft den Nutzerinnen und Nutzern, die Daten zu analysieren und live damit arbeiten zu können.
Mit Active Intelligence die Lieferketten der Zukunft formen
In der heutigen digitalen Wirtschaft ist Agilität in Echtzeit unerlässlich, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Denn schon allein in der Intralogistik eines Unternehmens kommen unterschiedlichste Systeme zur intelligenten Planung, Steuerung, Abwicklung und Kontrolle aller Prozesse in den Bereichen innerbetrieblicher Materialfluss und Informationsfluss zum Einsatz. Oftmals werden dafür verschiedene Software- und IT-Anwendungen genutzt. Hinzu kommt jedoch, dass in der Lieferkettenplanung viele Unternehmen zusammenarbeiten. Das kann zu einem Datenchaos führen.
Stand: 08.12.2025
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Active Intelligence bringt mehr Übersicht und Klarheit über die gesamten Prozesse – vom Wareneingang über die Lagerung, den innerbetrieblichen Transport und die Auftragsabwicklung bis hin zum Warenausgang und der übergreifenden Zusammenarbeit. Eine ganzheitliche Datenverknüpfung im Unternehmen können Leistungen steigern und das Geschäft zukunftssicher machen. Durch die Investition in ein gesamtheitliches, digitales Denken vermeidet man künftige Bargeldverluste.
Die Lösung der Lieferkettenprobleme liegt also bei einem umfassenden Echtzeit-Situationsbewusstsein, das eine proaktive Reaktionsfähigkeit von der Produktionsstätte bis zur Auslieferung schafft, da die Aktivierung der digitalen Analysemöglichkeit dabei hilft, besser auf komplexe Marktbedingungen zu reagieren. n
* Alexander Klaus ist Senior Marketing Director DACH bei der Qliktech GmbH in 40474 Düsseldorf, Tel. +49 211 586680, infode@qlik.com