Nächste Chipkrise? Automobilverband warnt vor möglichem Lieferengpass bei Nexperia-Chips

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Deutsche Automobilhersteller stehen vielleicht vor einer neuen Halbleiterkrise, weil es beim Chiphersteller Nexperia zu Produktionsstopps kommen könnte, so der Verband der Automobilindustrie (VDA).

Nicht schon wieder! Ein eher ungewöhnlicher juristischer Schachzug hat der niederländischen Regierung die Kontrolle über den eigentlich chinesisch geleiteten Chiphersteller Nexperia beschert. Chinas Regierung konterte mit dem Lieferstopp von Nexperia-Halbleiterchips ...(Bild:  Nexperia)
Nicht schon wieder! Ein eher ungewöhnlicher juristischer Schachzug hat der niederländischen Regierung die Kontrolle über den eigentlich chinesisch geleiteten Chiphersteller Nexperia beschert. Chinas Regierung konterte mit dem Lieferstopp von Nexperia-Halbleiterchips ...
(Bild: Nexperia)

Nexperia hat angeblich Lieferprobleme! Und zwar, weil die niederländische Regierung mithilfe eines bisher kaum beachteten Gesetzes die Kontrolle über das Unternehmen übernehmen konnte, das bisher der chinesischen Mutter Wingtech unterstand. Der Wirtschaftsminister Vincent Karremans hatte dem chinesischen Eigentümer des Unternehmens per Beschluss des Amsterdamer Wirtschaftsgerichts die Kontrolle entziehen lassen. Das selten in Anspruch genommene Gesetzt sieht, wie man erfährt, vor, die Abwanderung von Know-how nach China zu verhindern. Aber China stoppte daraufhin die Ausfuhr von Nexperia-Produkten – darunter auch Chips für die Autoindustrie. Laut VDA hatte das Unternehmen daraufhin Automobilhersteller und Zulieferer informiert, dass es die Belieferung mit seinen Chips nicht mehr voll und ganz auftragsgemäß garantieren kann. Nexperia ist laut VDA leider ein wichtiger Zulieferer, dessen Halbleiter etwa für elektronische Steuergeräten der Fahrzeugelektronik benötigt werden. Diese Entwicklung könnte laut VDA schon bald zu einer erheblichen Produktionseinschränkung – oder sogar zum Produktionsstopp – mutieren. Die niederländische Regierung verspricht aber, sich um eine schnelle Lösung des Problems zu kümmern, damit man sich mit China wieder einig wird.Immerhin heißt es von den Automobilherstellern, wie VW und BMW, dass man bisher noch uneingeschränkt und planmäßig fertigen kann. Was die Zulieferer wie etwa ZF angeht, so hört man, dass bereits Taskforces eingerichtet werden, um die Lieferketten am Reißen zu hindern, wenn es ganz dick kommt. Nun komme wohl alles auf das Verhandlungsgeschick der Niederländer an.

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