Warum denn in die Ferne schweifen ...? Deutscher Mittelstand besinnt sich auf den eigenen Markt

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Als Reaktion auf die US-Zölle setzen mittelständische Unternehmen aus Deutschland wieder verstärkt auf den Heimatmarkt, wie eine Umfrage ans Licht bringt ...

Die US-Zollpolitik von Donald Trump macht vielen zu schaffen. Deshalb suchen deutsche Player auch nach alternativen Märkten. Eine Umfrage förderte jetzt zutage, dass sich vor allem der Mittelstand wieder auf Deutschland selbst konzentriert, um Ausfälle zu kompensieren ...(Bild:  German Fan)
Die US-Zollpolitik von Donald Trump macht vielen zu schaffen. Deshalb suchen deutsche Player auch nach alternativen Märkten. Eine Umfrage förderte jetzt zutage, dass sich vor allem der Mittelstand wieder auf Deutschland selbst konzentriert, um Ausfälle zu kompensieren ...
(Bild: German Fan)

Im Rahmen einer aktuellen Umfrage der genossenschaftlichen DZ-Bank geben 53 Prozent der mittelständischen deutschen Unternehmen an, ihre Produkte verstärkt hierzulande absetzen zu wollen. Auch beim Einkauf setzt eine Mehrheit verstärkt auf Lieferanten aus Europa (53 Prozent) oder Deutschland (51 Prozent). Etwas geringer fallen die Bestrebungen aus, direkt vor der eigenen Haustür lokal oder regional Kunden oder Lieferanten zu finden. Insgesamt, so scheint es jedenfalls, ist der Mittelstand etwas schwächer als befürchtet von den US-Zöllen getroffen worden. Es berichten nämlich nur 12 Prozent der rund 1.000 befragten Unternehmen von direkten negativen Auswirkungen auf ihr Geschäft. Vor einem Jahr hatten bei der vorherigen Umfrage des genossenschaftlichen Spitzeninstituts noch 15 Prozent derartiges befürchtet.

Elektro-, Auto- und Chemieindustrie besonders betroffen

Dennoch spüren viele deutsche Unternehmen indirekte Auswirkungen durch die Zölle. Genannt werden etwa höhere Preise oder Nachfragerückgänge. Rund 44 Prozent der Unternehmen gaben aber an, keinerlei Auswirkungen der Trump-Zölle zu spüren. Überdurchschnittlich betroffen von den Zöllen zeigten sich jedoch Unternehmen aus der Elektro, Auto- und Chemieindustrie sowie aus dem Maschinenbau. Die Rückbesinnung auf den Heimatmarkt reiche aber aus Sicht von 41 Prozent der Unternehmen nicht aus, um sich unabhängiger von großen Einzelmärkten wie den USA oder China zu machen. Während das Interesse an Geschäften mit US-Partnern deutlich zurückgegangen ist, rücken deshalb auch Westeuropa, Mittel- und Osteuropa sowie Indien verstärkt ins Visier.

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