Studie Deutsche Supply Chains sind einfach zu schlecht abgesichert

Von Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein 1 min Lesedauer

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Eine aktuelle, jetzt auf dem 40. Deutschen Logistikkongress in Berlin vorgestellte Studie der Bundesvereinigung Logistik (BVL) und dem Essener Cybersecurity-Unternehmen Secida macht klar: Das Management deutscher Unternehmen nimmt seine Rolle in der Cybersicherheit nur unzureichend wahr.

Secida-CEO Alpha B. Barry: „Die Verantwortung für das Management von Cyberrisiken kann nicht vollständig delegiert werden.“(Bild:  Maienschein)
Secida-CEO Alpha B. Barry: „Die Verantwortung für das Management von Cyberrisiken kann nicht vollständig delegiert werden.“
(Bild: Maienschein)

„Never change a running system!“ ist out. Heutzutage müsse alles ständig geändert werden, damit Angreifer möglichst viel Zeit bräuchten, um sich in Systeme einzuhacken. Das ist inzwischen State of the Art. Dabei sei die unternehmensübergreifende Absicherung von Lieferketten gegen Cyberangriffe bislang nur ein Randthema für die meisten Unternehmen. Nur 42 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, Cybersicherheit bereits für die gesamte Supply Chain zu betrachten. Insbesondere kleine und besonders große Unternehmen haben hier noch keinen Überblick. Die Unternehmen wären aber auch durchaus selbstkritisch: Sie konstatieren, dass der Schutz ihrer eigenen Materialflüsse gegen Cyberangriffe „nicht zufriedenstellend“ ist.

In Summe besteht in den Führungsetagen vieler Unternehmen noch großer Nachholbedarf. Die Verantwortung für das Management von Cyberrisiken kann nicht vollständig delegiert werden.

Alpha B. Barry, CEO bei Secida

Laut Prof. Dr. Gabi Dreo Rodosek, Inhaberin des Lehrstuhls für Kommunikationssysteme und Netzsicherheit an der Universität der Bundeswehr in München, brauche es gleichzeitig einen Shift von Cybersicherheit zu Cyberresilienz. „Weil: Angegriffen werden wir sowieso!“

Cybersicherheit geht jede/n an!

Es gebe aber auch positive Botschaften: Die in der Cybersicherheit führenden Unternehmen wären in den letzten fünf Jahren deutlich häufiger gar nicht gehackt worden als andere Unternehmen – 42 zu 26 Prozent steht es hier. Die Investition in eine bessere Cybersicherheits-Performance zahle sich also aus.

BVL-Vorstandsvorsitzender Prof. Dr.-Ing. Thomas Wimmer zu diesem sehr aktuellen Thema: „Die Ergebnisse der Studie zeigen sehr klar, dass sowohl das Management vieler Unternehmen, aber auch alle Mitarbeitenden, noch mehr für das Thema Cybersicherheit sensibilisiert werden müssen. Als BVL möchten wir dazu beitragen, dass die Unternehmen unseres Wirtschaftsbereichs dabei verstärkt die gesamte Supply Chain in den Blick nehmen.“ (bm)

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