Dauerproblem Deutsche Unternehmen leiden weiter an Chipmangel

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Die deutsche Wirtschaft leidet laut einer Umfrage noch immer unter gravierenden Lieferengpässen seitens der weltweiten Chipindustrie, wie die dpa meldet.

Man hört zwar nicht mehr viel vom Chipmangel, doch er ist alles andere als vorbei, wie eine Bitkom-Umfrage beweist. Deutsche Unternehmen leiden deshalb immer noch an Versorgungsproblemen. Viele glauben, dass es bald sogar wieder schlimmer werden kann.(Bild:  Elektro-Zernie)
Man hört zwar nicht mehr viel vom Chipmangel, doch er ist alles andere als vorbei, wie eine Bitkom-Umfrage beweist. Deutsche Unternehmen leiden deshalb immer noch an Versorgungsproblemen. Viele glauben, dass es bald sogar wieder schlimmer werden kann.
(Bild: Elektro-Zernie)

In einer repräsentativen Umfrage des Digitalverbandes Bitkom berichteten 89 Prozent der deutschen Unternehmen, die in diesem Jahr Halbleiter gekauft haben, von Schwierigkeiten bei der Beschaffung von elektronischen Komponenten. Für die Studie hat Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom im August die Verantwortlichen in 404 Unternehmen aus verarbeitendem Gewerbe und ITK-Dienstleistungen ab 20 Beschäftigten in Deutschland telefonisch befragt. Darunter befanden sich 346 Unternehmen, die Halbleiter verwenden. Die Gesamtumfrage ist nach Angaben des Bitkom repräsentativ. Besserung sei für viele Betroffene außerdem nicht in Sicht. Denn gut zwei Drittel (68 Prozent) rechnen damit, dass die Lieferverzögerungen 2024 auch noch zunehmen werden. Rund 41 Prozent gehen sogar von einer deutlichen Zunahme des Chipmangels aus.

Die Wartezeit auf Chips ist noch immer lang

Beim Einkauf der Halbleiter auf dem Weltmarkt stoßen die Unternehmen aus Deutschland auch gleich auf mehrere Probleme. Denn 97 Prozent berichten von Lieferverzögerungen und 93 Prozent sind mit Preiserhöhungen konfrontiert. Häufig seien die benötigten Chips aber auch gar nicht aufzutreiben, wie sich herausgestellt hat. Rund 89 Prozent sagten nämlich, dass zumindest bestimmte Bauteile teilweise nicht verfügbar sind oder waren. Oft weiche die gelieferte Menge auch von der bestellten Anzahl ab. Denn bei 88 Prozent wurden die Liefermengen reduziert, wie sich zeigt.

Vor zwei Jahren, das war bekanntlich der Höhepunkt der Coronapandemie, betrug die durchschnittliche Lieferverzögerung bei Halbleiter-Bauteilen beziehungsweise Komponenten in Deutschland etwa 6,5 Monate. Dieser Wert ist immerhin leicht gesunken, doch aktuell müssen die Unternehmen immer noch mit durchschnittlich rund 5 Monaten rechnen, bis die Ware ankommt.

Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst kommentiert zu diesem Problem, dass ohne Chips in der deutschen Wirtschaft nichts geht. Denn Halbleiter sind die Basis der digitalen Wirtschaft. Deutschland und Europa müssten deshalb einseitige Abhängigkeiten beim Thema Halbleiter beenden.

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