Dauert noch! Deutscher Maschinenbau erholt sich nicht vor 2025

Quelle: VDMA 3 min Lesedauer

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Deutsche Maschinenbauer glauben erst 2025 wieder an Wachstumsimpulse. Die Lage wird aber auch unterschiedlich beurteilt, so der VDMA.

Auch das mit Hoffnungen erwartete zweite Halbjahr 2024 wird die deutschen Maschinenbauer nicht glücklicher machen. Dr. Ralph Wiechers, Chefvolkswirt beim VDMA, sagt: „Gemessen am Auftragseingang haben sich diese Hoffnungen für viele nicht erfüllt.“ Hier mehr dazu ... (Bild:  VDMA)
Auch das mit Hoffnungen erwartete zweite Halbjahr 2024 wird die deutschen Maschinenbauer nicht glücklicher machen. Dr. Ralph Wiechers, Chefvolkswirt beim VDMA, sagt: „Gemessen am Auftragseingang haben sich diese Hoffnungen für viele nicht erfüllt.“ Hier mehr dazu ...
(Bild: VDMA)

Rund ein Drittel (31 Prozent) der Unternehmen im deutschen Maschinen- und Anlagenbau bewerten ihre aktuelle Lage als schlecht oder sogar sehr schlecht. Etwa 29 Prozent stufen die Lage aber doch als gut oder sehr gut ein. So lautet jedenfalls das Ergebnis der neuesten Konjunkturerhebung des VDMA, an der 932 Mitgliedsunternehmen im Juni teilnahmen. Damit habe sich das Bild zuletzt tendenziell eher zum Negativen gewandelt, wie festgestellt werden muss. „Im zweiten Quartal waren mehr Unternehmen pessimistisch gestimmt als optimistisch. Im Frühjahr waren die Unternehmen noch mehrheitlich, wenn auch knapp, optimistischer gestimmt“, kommentiert VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers.

Hoffnung auf ein gutes zweites Quartal 2024 wurde enttäuscht

Mit Blick auf das Gesamtjahr 2024 sind die Unternehmen folglich ebenfalls etwas pessimistischer. Rund 40 Prozent erwarten deshalb einen nominalen Umsatzrückgang im laufenden Jahr. Weitere 23 Prozent glauben an eine Stagnation ihrer Umsätze. Für das nächste Jahr zeigten sich die Befragten nach wie vor zuversichtlicher. Denn über die Hälfte sieht eine nominale Umsatzsteigerung 2025 als realistisch an. Wiechers: „Nicht wenige Unternehmen hatten ihre Hoffnungen auf ein positives zweites Halbjahr 2024 gestützt. Doch gemessen am Auftragseingang haben sich diese Hoffnungen für viele nicht erfüllt.“ Die Unternehmen mussten deshalb ihre Einschätzungen nach unten korrigieren. Mehr noch! Denn fast ein Drittel (29 Prozent) der Unternehmen schätzen ihre Auftragssituation mit Blick auf die nächsten sechs Monate mit großen oder sehr großen Risiken verbunden.

Die Absatzchancen werden uneinheitlich beurteilt

Positiv sieht es weiter in den USA aus. Rund 41 Prozent der Unternehmen sehen in Übersee ihre aktuellen Absatzchancen als gut oder sogar sehr gut an. Etwa jedes dritte Unternehmen erwartet sogar eine Besserung in den nächsten sechs Monaten. China, aber auch Deutschland, hingegen stuft nur etwa jedes fünfte Unternehmen hinsichtlich der aktuellen Absatzchancen als positiv ein.

Anstieg der Kurzarbeit ist zu erwarten

Die anhaltende konjunkturelle Schwächephase zeigt schon Wirkung in der Arbeitsnachfrage der Maschinenbauunternehmen. Etwa 46 Prozent gaben nämlich an, dass sie die Zahl der Zeitarbeiter in den nächsten sechs Monaten reduzieren möchten. Rund zwei Drittel der Betriebe möchte die Stammbelegschaft jedoch konstant halten. „Die Unternehmen wissen nur zu gut von der demografischen Entwicklung und der damit einhergehenden Arbeitskräfteknappheit in den nächsten Jahren“, merkt Wiechers dazu an. Deshalb werden viele Unternehmen ihre Mitarbeiterzahl wo immer möglich halten. Ein in Deutschland probates Mittel, um das zu erreichen, ist die Kurzarbeit, von der in manchen Unternehmen bereits Gebrauch gemacht oder diese zunehmend ins Auge gefasst wird. In den nächsten Monaten dürfte die Zahl der Kurzarbeiter im Maschinen- und Anlagenbau deshalb weiter zunehmen.

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