Quartalszahlen DHL leidet unter schwacher Konjunktur

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Das Briefgeschäft der Deutschen Post schwächelt. Seit Jahren sinkt die Nachfrage, doch auch das Frachtgeschäft scheint 2024 weniger lukrativ gewesen zu sein als zu Jahresbeginn prognostiziert.

Das Portfolio der DHL Group ist vielfältig, die Umsätze sehr gut. Doch  das Briefgeschäft läuft nicht mehr so wie früher.(Bild:  DHL Group)
Das Portfolio der DHL Group ist vielfältig, die Umsätze sehr gut. Doch das Briefgeschäft läuft nicht mehr so wie früher.
(Bild: DHL Group)

Der Umsatz der DHL Group lag laut Konzernangaben mehr als sechs Prozent über der Prognose für das dritte Quartal 2024. Doch die Briefsparte, das einstige Stammgeschäft, schwächelt. Die Nachfrage sinkt immer weiter, die Prognose für das Gesamtjahr musste erneut nach unten korrigiert werden. Nun legte die DHL Group Zahlen für das dritte Quartal vor, denen zufolge das Unternehmen weniger profitabel wirtschaftete als zuvor. Der Umsatz stieg zwar auf 20,6 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis blieb mit knapp 1,4 Milliarden Euro aber gleich hoch wie im Vorjahreszeitraum. Betrachtet man die ersten neun Monate dieses Jahres, so sank das operative Ergebnis von 4,7 Milliarden auf 4,0 Milliarden Euro.

Frachtgeschäft fällt weniger profitabel aus

Gründe für die negative Entwicklung sind Firmenangaben zufolge ein weniger lukratives Frachtgeschäft und ein deutlich schwächeres Briefgeschäft: Im dritten Quartal sackte das Volumen der Werbepost in Deutschland um 18,9 Prozent ab. Die Paketmenge stieg zwar, das konnte die gestiegenen Material- und Personalkosten sowie die Einbußen im Briefgeschäft aber nicht ausgleichen. Auch die Anzahl von normalen Briefen - Brief Kommunikation genannt - sank, wenngleich nur um 2,9 Prozent.
Zum Jahreswechsel steht eine Portoerhöhung an, mit der die Post mehr Geld in die Kasse bekommen will. Bislang plant die Bundesnetzagentur, der Post einen Preisaufschlag um 10,5 Prozent für den Briefversand in Deutschland zu erlauben. Dem Bonner Konzern, der im Briefgeschäft als Deutsche Post auftritt, ist das zu wenig.

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