Aluminiumfrust Die deutsche Aluminiumindustrie ist weiterhin unglücklich

Quelle: Aluminium Deutschland 1 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Die deutsche Aluminiumindustrie befindet sich weiterhin in einer äußerst angespannten Situation. Das Produktionsvolumen in den Betrieben ist 2024 das dritte Jahr in Folge gesunken.

Aluminium ist ein Leichtbaumetall, aber leicht haben es die Unternehmen aus dieser Branche momentan überhaupt nicht. Rob van Gils, der Präsident von Aluminium Deutschland (AD) kommentiert: „Auch 2025 werden die Alu-Bäume nicht in den Himmel wachsen ...“ (Bild:  AD)
Aluminium ist ein Leichtbaumetall, aber leicht haben es die Unternehmen aus dieser Branche momentan überhaupt nicht. Rob van Gils, der Präsident von Aluminium Deutschland (AD) kommentiert: „Auch 2025 werden die Alu-Bäume nicht in den Himmel wachsen ...“
(Bild: AD)

Der Präsident von Aluminium Deutschland, Rob van Gils, betont: „Die nächste Bundesregierung muss die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts zur obersten Priorität der Legislatur machen, um den Turnaround zu schaffen. Dazu haben wir in unseren Handlungsempfehlungen zur Bundestagswahl sechs Forderungen klar formuliert.“ Die Produktion der deutschen Aluminiumindustrie hat sich nämlich im vierten Quartal 2024 uneinheitlich entwickelt. Einen leichten Zuwachs verzeichnete wenigstens das Recycling von Aluminium. Dieser Sektor produzierte im Zeitraum von Oktober bis einschließlich Dezember gut 648.000 Tonnen Recyclingaluminium (plus drei Prozent). Im Gesamtjahr 2024 lag das Produktionsniveau mit rund 2,7 Millionen Tonnen jedoch um zwei Prozent unter dem Vorjahr.

So hat sich die Aluminiumindustrie entwickelt:

Die weiterverarbeitenden Produzenten von Aluminiumhalbzeug erreichten im vierten Quartal 2024 ein Produktionsvolumen von knapp 507.000 Tonnen, was ein Minus von vier Prozent bedeutet. Damit muss die Branche im 11. Quartal in Folge ein Minus in der Produktion in Deutschland hinnehmen. Im Jahr 2024 produzierten sie insgesamt rund 2,3 Millionen Tonnen Halbzeuge (minus drei Prozent). Darunter verzeichneten die Hersteller von Walzprodukten mit 1,8 Millionen Tonnen einen vergleichsweise moderaten Rückgang (minus zwei Prozent). Deutlich stärker sank hingegen die Fertigung von Aluminium-Strangpressprodukten (minus sieben Prozent – auf 467.000 Tonnen).

Deutschland braucht eine kluge Politik ...

Van Gils weiter: „Auch 2025 werden die Bäume nicht in den Himmel wachsen. Umso wichtiger ist es, nach den Koalitionsverhandlungen sofort klare Akzente zu setzen, damit das Vertrauen in den Standort zurückkehrt und die Konjunktur wieder anspringt.“ Die Unternehmen seien nicht zuletzt sehr innovativ, technisch erstklassig und äußerst kompetente Partner ihrer Kunden. Jetzt gelte es, die politischen Fesseln zu sprengen! „Alle Forderungen, die wir vor der Bundestagswahl formuliert haben, lassen sich auf einen zentralen Punkt zusammenfassen: internationale Wettbewerbsfähigkeit wiederherstellen. Und das geht nur mit kluger Politik ab Tag 1“, so van Gils abschließend.

(ID:50312622)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung