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Performance der Verbrenner greifbar
„Eine Möglichkeit zum schnellen Einstieg in die neue Speichertechnologie sind sogenannte Lithium-Re- placement-Batterien ,Made by Jungheinrich‘, die schon heute für fast alle 24- und 48-V-Fahrzeuge unserer Flotte verfügbar sind. Bereits im kommenden Jahr werden wir eine 80-V-Variante der Li-Ion-Batterie vorstellen“, heißt es aus Hamburg. Mittelfristig ermögliche es die Technologie, an die Performance von verbrennungsmotorisch angetriebenen Flurförderzeugen heranzukommen. Sicher ist heute der Marktanteil dieser Geräte im Vergleich zu Staplern mit Blei-Säure-Akku noch gering, doch Jungheinrich ist überzeugt, dass sich diese Proportionen in den nächsten Jahren deutlich zugunsten des Lithium-Ionen-Akkus verschieben werden.
Auch Linde Material Handling, Europas Staplerbauer Nummer 1, hat einen klaren Trend ausgemacht: „Aufgrund der sich ständig verschärfenden Abgasgesetzgebung und der gleichzeitig steigenden Leistungsfähigkeit der Elektrostapler substituieren unsere Kunden zunehmend dieselbetriebene verbrennungsmotorische Stapler mit Treibgasstaplern und mit elektrisch angetriebenen Staplern.“
Elektro ist nicht gleich Elektro
Man muss das Rad nicht neu erfinden. Diesen Leitspruch haben sich sowohl Linde Material Handling als auch Toyota Material Handling für ihre E-Stapler zu eigen gemacht. Beispiel Linde: Das Unternehmen hat schon 2000 einen Elektrostapler mit Brennstoffzellen-Antrieb als Prototyp vorgestellt und kann dabei auf die Kooperation der langjährigen „Konzernschwester“ Linde Gas zählen. „Mittlerweile haben wir sowohl Lagertechnikgeräte als auch Gegengewichtsstapler mit Brennstoffzellen-Hybridantrieb in unserem Serienprogramm“, heißt es aus Aschaffenburg. In zwei großen, langfristig angelegten Feldversuchen hätten diese Fahrzeuge sowohl ihre Alltagstauglichkeit als auch ihre Wirtschaftlichkeit unter Beweis gestellt.
„Allerdings sehen wir die Brennstoffzelle weniger als Nachfolgetechnologie der Lithium-Ionen-Batterie. Je nach Einsatz werden sich beide Technologien in bestimmten Bereichen etablieren. Durch die schnelle Betankung mit Wasserstoff haben Brennstoffzellen-Fahrzeuge auch gegenüber Fahrzeugen mit schnell ladenden Li-Ion-Batterien einen erheblichen Produktivitätsvorteil, der sich im intensiven Dreischichtbetrieb natürlich auszahlt“, ist man sich bei Linde sicher.
Toyota verfügt über langjährige Erfahrungen im Bereich Lithium-Ionen-betriebener Flurförderzeuge. „Wir waren auch hier einer der ersten Anbieter am Markt mit Seriengeräten, sodass wir mittlerweile die positiven Erfahrungen unserer Kunden weitergeben können. Die unkomplizierten Ladeabläufe mit Zwischenladungen können bei den Kunden problemlos umgesetzt werden“, ist aus der Deutschlandzentrale in Isernhagen zu erfahren. Herausforderungen seien eher in der Peripherie – sprich Energieversorgung und Netzabsicherung im Gebäude – zu suchen.
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