In den letzten Jahren hat sich bekanntlich gezeigt, wie empfindlich die globalen Lieferketten sein können. Und klimaneutral soll man auch noch werden. Makersite verrät, wie Letzteres klappen kann.
Unternehmen, die sich der Dekarbonisierung widmen, versuchen das Ziel auch über die Lieferkette von Materialien zu erreichen. Makersite erklärt hier anhand von drei Ansatzpunkten, auf was man dabei achten sollte, wie etwa auf kurze Wege!
(Bild: J. Griffins)
Unternehmen, die sich die Dekarbonisierung zum Ziel gesetzt haben, setzen laut Makersite zunehmend bei der Beschaffung an. Doch die meisten Procurement-Abteilungen seien nicht dafür gerüstet. Denn in der Zusammenarbeit mit Lieferanten Umweltauswirkungen zu erfassen und zu reduzieren, ist leichter gesagt als getan. Deshalb sollte man folgende drei Tipps beachten:
1. Achten Sie darauf, wo ihre Materialien herkommen
Ein entscheidender Faktor für das Ausmaß der CO2-Emissionen ist der Standort, von dem die Materialien bezogen werden – bei bestimmten Materialien wie Aluminium und daraus hergestellten Produkten können die Schwankungen übrigens bis zu 80 Prozent betragen. Die Ursache liege in den weltweit unterschiedlichen Aufbauweisen der Stromnetze. Während einige ausschließlich auf fossile Brennstoffe angewiesen sind, basieren andere auf einem vielfältigen Mix aus Brennstoffen, so die Erklärung. Aufgrund verschiedener nationaler Energiestrategien und Klimaschutzverpflichtungen und -zielen, änderten sich diese Mischungen dementsprechend auch in unterschiedlichem Tempo. Je energieintensiver oder komplexer die Lieferkette ist, desto mehr wirkt sich dieser Umstand negativ auf die CO2-Bilanz eines Produktes aus.
Um die Auswirkungen des aktuellen Beschaffungsstandorts zu ermitteln und die Möglichkeit einer anderen Bezugsquelle zu erkennen, war es bisher erforderlich, die Lieferanten intensiv miteinzubeziehen und Experten Monate, wenn nicht sogar Jahre damit zu beauftragen, entsprechende Szenarien für ein bestimmtes Produkt zu ermitteln. Der Nachteil dieser zeit- und ressourcenintensiven Vorgehensweise sei, dass sie nicht skalierbar und manchmal auch gar nicht durchführbar sei, wenn man mit einer Vielzahl an Unternehmen um wenige Experten dieser Art konkurriere. Wie einer solcher Wandel aber aussehen kann, zeigt der etwa der Automobil- und Maschinenbauzulieferer Schaeffler, der dies für die Rohstoffversorgung der Batterien erfolgreich umgesetzt hat.
2. Greifen Sie verstärkt zu recycelten Materialien
Um nachhaltiger zu sein, versuchen viele Unternehmen recycelte Materialien zu verwenden. Außer den geringeren CO2-Emissionen trage dies auch dazu bei, die verwandten Herausforderungen der Ressourcengewinnung und des Abfalls zu bewältigen. Das Sammeln, Zerlegen, Trennen und Recyceln muss deshalb beim Produktdesign von Beginn an beachtet und von Abfallsammelanlagen unterstützt werden, betont Makersite.
Allerdings können die meisten der heute in Produkten verwendeten Materialien nicht in ausreichender Reinheit und Menge zu vertretbaren Kosten zurückgewonnen werden, schränkt Makersite ein. Dennoch gebe es Beispiele signifikanter Einsparungen aus den Aluminium-, Stahl-, Papier- und Glasindustrien. Bei Produkten auf Aluminiumbasis könnten bis zu 90 Prozent der CO2-Emissionen eingespart werden. Es ist also gut zu wissen, wo recycelte Materialien anstelle von Primärrohstoffen verwendet werden können und wo man sie beziehen kann.
3. Arbeiten Sie mit Produktentwicklern zusammen
Procurement-Abteilungen beschäftigen sich meist auch nicht damit, warum sie kaufen, was sie kaufen, führt Makersite weiter aus. In der Regel erhielten sie Spezifikationen und versuchten auf dem Markt, den besten Preis und die beste Qualität bei kürzester Lieferzeit zu erzielen. Ohne Hintergrundinformationen zu den Spezifikationen verfügen sie aber nur über einen kleinen bis gar keinen Spielraum, um Alternativen zu finden, die ebenfalls für den Zweck geeignet sein würden.
Und aktuelle Systeme beachteten nicht die Abwägungen, die zwischen Produktentwicklung und Beschaffung erfolgen müssten. Bei diesen gilt es zu verstehen, wie sich technische Spezifikationen unter anderem auf die Kosten, die Umweltfreundlichkeit und die Einhaltung von Compliance-Richtlinien auswirken, so Makersite. Dafür benötigt es eine MCDA-Anwendung (Multi Criterial Decision Analysis), mit der der von Experten unterstützte Austausch zwischen Produktentwicklern und Procurement-Mitarbeitern gefördert wird.
Fabian Hassel, Vice President of Services bei Makersite, kommentiert hier zur Bedeutung schneller Analysen für optimierte Prozesse und mehr Nachhaltigkeit: „Mitarbeiter in der Produktentwicklung und der Procurement-Abteilung benötigen zeitnah Daten zu Umweltauswirkungen, um fundierte Entscheidungen treffen zu können, woraus ihre Produkte hergestellt und woher sie die Materialien beziehen sollen.“ Jedoch könne eine Lebenszyklusanalyse für ein bestimmtes Produkt mehrere Monate dauern. Bis diese abgeschlossen sei, wäre es zu spät, um tatsächlichen Einfluss auf das Produktdesign nehmen zu können. „Deshalb braucht es eine KI-gestützte Plattform (KI = Künstliche Intelligenz), die es Unternehmen ermöglicht, auch komplexe Datenanalysen, die sonst mehrere Monate in Anspruch nehmen, so in wenigen Minuten erledigen und die den Teams Umweltkennziffern als Entscheidungsgrundlage bereitzustellen“, wie Hassel sagt.
Stand: 08.12.2025
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