Kosteneffizienz, Flexibilität und Zuverlässigkeit – diese Faktoren sind das A und O in der Logistik von heute. Um sich im Wettbewerb zu behaupten, satteln viele Transportunternehmen auf moderne Technologien um. Doch während es etwa in der Frachtdisposition vielversprechende Innovationen gibt, sind diese im Umschlagsbereich eher dünn gesät. Indoor-Ortungssysteme können hier Abhilfe schaffen.
Die Videomanagementsoftware verknüpft die gescannten Barcodes mit den zur Warensendung gehörenden Ortungsdaten und mit den aufgezeichneten Videodaten.
(Bild: Divis)
Indoor-Ortungssysteme gestatten es, die jeweilige Ware mit einer Genauigkeit von bis zu 50 Zentimetern in der Halle aufzufinden. In Kombination mit einem Videomanagementsystem lassen sich sogar noch viele weitere Informationen erfassen, sodass Firmen Optimierungspotenziale heben können. Doch worauf ist bei der Implementierung solcher Systeme zu achten?
Aus unserem Alltag sind Technologien zur Positionsbestimmung nicht mehr wegzudenken. Man denke an GPS, das uns zum gewünschten Ort lotst und dabei sogar Vorschläge für Restaurants in der Nähe unterbreitet. Auch für Speditionshallen eröffnet eine Ortungsmöglichkeit erhebliche Vorteile: Die Warensendung lässt sich rascher und leichter auffinden. Dies erhöht nicht nur die Kundenzufriedenheit und somit die Kundenbindung deutlich, sondern trägt auch zu einer gesteigerten Servicequalität bei. Zudem können Unternehmen so ihr Personal entlasten, ihre Produktivität steigern und gewinnen einen besseren Überblick über die gesamte Halle.
Bei den heutigen Unmengen an Warensendungen ist eine leistungsstarke Ortungslösung ein Muss. Damit sie einen maximalen Nutzen stiftet, sollten Unternehmen bei Systemauswahl und Implementierung folgende Schritte befolgen.
Schritt 1: Konzept und Vorteile eines Videosystems mit Indoor-Ortung kennenlernen
Das Konzept eines Videosystems mit Indoor-Ortung ist genauso einfach wie raffiniert: Durchläuft eine Sendung die Umschlaghalle, scannt das Personal den angebrachten Barcode bei jedem einzelnen Bearbeitungsschritt. Die generierten Daten fließen dann in ein Transport- beziehungsweise Warehouse-Management-System. Zugleich verknüpft die Videomanagementsoftware sie automatisch mit den zur Warensendung gehörigen Ortungs- und den aufgezeichneten Videodaten. Das Resultat: ein lückenloser Bewegungspfad, der es gestattet, die Ware punktgenau anhand der Sendungs- beziehungsweise Packstücknummer in der Halle nachzuverfolgen. Statt den Raum „per pedes“ zu durchsuchen, kann das Personal die Position des vermissten Guts einfach am PC ermitteln und dieses sodann gezielt anpeilen.
Die Vorteile einer Indoor-Ortung mit Videomanagement
Produktivere, automatisierte Abläufe dank
Asset-Tracking in Sekundenschnelle
papierloser Prozesse
Erkennung und Beseitigung von Flaschenhälsen
Einhaltung von Service Level Agreements (SLAs)
Optimierung von Routen
eindeutiger visueller Warenzuordnung
Verbesserte Rentabilität dank
erhöhter Produktivität durch schnelleres Be- und Entladen
entfallender Warenverluste sowie reduzierter Inventar- und Warenschäden
zuverlässiger Ermittlung von Fehlverladungen
erheblich optimierter Positionierung im Gesamtmarkt
Wahrung der Wettbewerbsfähigkeit
Gesteigerte Kundenzufriedenheit durch Qualitätskontrolle
nachhaltig verbesserte Qualität
exakt dokumentierte Haftungsübergänge
Schritt 2: Die eigenen Ziele definieren
Im Anschluss gilt es, die anvisierten Ziele zu definieren. Dazu gehören zum Beispiel:
Optimierte Prozessqualität und gesteigerte betriebliche Effizienz: Die enorme Zeitersparnis bei der Suche nach vermissten Warensendungen strafft die Prozesse in der Halle. Die so optimierten Abläufe steigern die betriebliche Effizienz.
Erhöhte Produktivität: Durch das Ortungssystem lässt sich zudem erkennen, wo Unternehmen durch ungünstige Hallenaufteilungen oder unproduktive Arbeitsabläufe unnötig Zeit vergeuden.
Sicherheit und Diebstahlschutz: Durch die Möglichkeit, die Sendung punktgenau nachzuverfolgen, lassen sich Diebstähle vermeiden und Vermögenswerte sichern.
Ortungspunkt „CargoVIS“: Das Personal kann die Position eines vermissten Gutes einfach am PC ermitteln.
(Bild: Divis)
Schritt 3: Lokalisierungspunkte festlegen
Die Halle lässt sich wahlweise komplett oder nur in bestimmten Abschnitten mit einem Ortungssystem ausstatten. Zudem ist es möglich, Voll- und Teilortung bedarfsgerecht zu kombinieren. Die jeweiligen Vorteile sind:
Teilortung
Diese Option bietet sich insbesondere an, wenn nur ein begrenztes Budget zur Verfügung steht. Die Ortung erfolgt lediglich in ausgewählten Teilen der Halle, etwa dort, wo die meisten Waren zu scannen sind. So profitiert das Unternehmen von einer schlanken Lösung, die die Areale mit dem größten Warenfluss abdeckt.
Kombination von Voll- und Teilortung
Ist zum Beispiel die gesamte Umschlagshalle mit einem Ortungssystem ausgestattet, während das Logistiklager lediglich im Verladebereich mit einem Teilortungssystem bestückt ist, lassen sich logistische Abläufe weitgehend automatisieren. Dies wiederum spart Kosten, erhöht die Transparenz und vergrößert die Sicherheit.
Schritt 4: Die benötigte Ortungsgenauigkeit bestimmen
Bei der Ermittlung des Standorts von Objekten oder Personen sind zwei Positionierungsgenauigkeiten möglich. Welcher Grad erforderlich ist, hängt vom jeweiligen Anwendungsfall ab.
Genauigkeitsgrad „Proximity“
Dieser Grad der Genauigkeit erlaubt es, anhand der Stärke eines Signals den ungefähren Aufenthaltsort des Objekts zu identifizieren. Diese Art der Präzision eignet sich beispielsweise für wenig frequentierte Hallen mit nur wenigen Kameras. Zugleich erhöht sie die betriebliche Effizienz und Qualität.
Genauigkeitsgrad „Positioning“
Hier erfolgt die Positionsermittlung durch präzises Tracking. Ist etwa eine bestimmte Ware im Verlauf des Verladevorgangs nicht auffindbar, beschleunigt ein Videomanagementsystem mit Ortung die Suche. Die exakte Position der Sendung ist in Sekundenschnelle am Bildschirm ersichtlich, sodass sich die Ware gezielt anpeilen lässt.
Schritt 5: Geeignete Ortungstechnologie auswählen: Hardware oder Software? Das ist hier die Frage!
Bei der einzusetzenden Technologie gibt es prinzipiell zwei Optionen: die Ortung mit oder ohne Transponder (tagbasierte oder taglose Ortung). Welcher Ansatz für die jeweiligen Zwecke am besten geeignet ist, hängt von den aktuellen und künftigen Anforderungen an das System ab.
Die Bluetooth-Low-Energy-App von Divis erübrigt an den Hallenscannern montierte Transponder.
(Bild: Divis)
Tagbasierte Ortung am Beispiel von Bluetooth Low Energy (LE)
Ortung fußt auf der Kommunikation zwischen Sender und Empfänger. In Umschlaghallen werden hierfür üblicherweise an jedem Scanner kleine Hardwareteile – Transponder oder auch Tags genannt – angebracht. In der Halle verteilte Signalempfänger (= Lokatoren) erkennen die Transponder und übermitteln die Positionsinformation an die Videomanagementsoftware. Diese wiederum zeichnet auf, wo sich die Tags befinden.
Einsatzbereich: mobile Terminals, Personal, Gabelstapler
Vorteile: Tags sind kostengünstig, flexibel, energieeffizient und warten mit einer Genauigkeit von unter 1 Meter auf.
Voraussetzungen: Welche Eigenschaften der Transponder aufweisen muss, hängt vom Anwendungsfall ab. Gilt es, das Personal mit solchen Tags auszustatten, sollten diese klein und leicht tragbar sein. Zum Tracken eines Gabelstaplers hingegen eignet sich eine schwerere, robustere Variante mit entsprechender industrieller Schutzklasse. Tags, die in staubigen Anlagen oder Außenanlagen zum Einsatz kommen, müssen als „staubgeschützt“ beziehungsweise „wasserdicht“ klassifiziert sein.
Taglose Ortung am Beispiel von Bluetooth (LE)
Einsatzbereich: mobile Terminals
Vorteile: Die Vorteile sind vielfältig. Das System ist skalierbar, zusätzliche Scanner lassen sich flexibel, günstig und schnell hinzufügen. Zudem sind keine an den Hallenscannern montierte Transponder erforderlich – deren Funktion übernimmt eine darauf installierte Bluetooth-LE-App. Somit entfallen Anschaffung, Montage, Wartung, Reparatur und Ausfälle der Tags.
Voraussetzung: bluetoothfähige Android-Scanner
Fazit: Zukunftsfähigkeit sichern
Auch in der Logistik braucht es digitalisierte Prozesse, um zukunftsfähig zu sein. Besonders wichtig ist es, Warensendungen lückenlos nachzuverfolgen – etwa über ein Videomanagementsystem mit integrierter Ortung. Dieses reduziert nicht nur die Kosten und erhöht die Qualität, sondern ermöglicht es auch, eindeutige Nachweise beim Haftungsübergang zu erstellen. Mehr noch: Ein solches System erlaubt dem Unternehmen, den Warenverlust auf ein Minimum zu reduzieren und sein Personal zu entlasten, weil dieses vermisste Packstücke nicht mehr aufwendig zu Fuß suchen muss – ein Mausklick genügt. Vor allem verschafft ein integriertes Video- und Ortungssystem dem Transportunternehmen einen umfassenden Überblick über die Prozesse in der Speditionshalle, hilft dabei, diese gezielt zu optimieren – und stellt somit die gewünschte Zukunftsfähigkeit sicher.
Stand: 08.12.2025
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Kompakter Leitfaden
Weiterführende Informationen zur Indoor-Ortung mit Videomanagement sind im kostenfreien Divis Buyer's Guide erhältlich, zu dem Sie hier gelangen.
* Hendrik Reger ist Geschäftsführer der Deutsche Industrie Video System GmbH in 24582 Bordesholm, Tel. +49 4322 88660, info@divis.eu