Fördertechnik

Eine bleibende Verbindung

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Verbinderstreifen bieten sich besonders für Anwendungen mit geringerer Beanspruchung an, die eine flache mechanische Verbindung mit Scharnier erfordern. Ihr großer Vorteil ist, dass für die Installation kein spezielles Werkzeug benötigt wird. Die Verbinderstreifen sind mit Metallzähnen bestückt, die einfach mit einem Hammer in das Transportband geschlagen werden. In der Mitte des Streifens befindet sich ein Kupplungsstab, der für eine bewegliche und bei Bedarf leicht lösbare Verbindung sorgt. Im Vergleich mit Drahthaken oder Verbinderklammern sind Verbinderstreifen jedoch weniger robust, daher sollten sie nur bei leichten Belastungen eingesetzt werden. Sie sind für Transportbänder bis zu einer Stärke von 13 mm und einen Trommeldurchmesser von mindestens 25 mm geeignet.

Kunststoff als Alternative

In einigen Anwendungen können metallische Verbinder nicht eingesetzt werden. Das gilt zum Beispiel in Verbindung mit Röntgengeräten oder Metalldetektoren sowie beim Handling von Arznei- und Lebensmitteln oder besonders empfindlichen Produkten. Hier bieten sich Verbindungssysteme aus Kunststoff als sinnvolle Alternative an, von denen wiederum zwei verschiedene Varianten existieren: Kunststoffnieten und Kunststoff-Spiralnähte. Kunststoffnieten sind eine beständige und einfach zu installierende Lösung für Anwendungen mit niedriger Bandspannung. Sie werden mit einem tragbaren Spezialwerkzeug in die Enden des Transportbandes eingesetzt und anschließend mit einem Kupplungsstab verbunden. Dadurch kann die Verbindung bei Bedarf einfach wieder gelöst werden. Kunststoffnieten können ab einer Trommelgröße von 38 mm und für bis zu 3,2 mm starke Förderbänder eingesetzt werden.

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Die Spiralnaht ist ein extra flaches Verbindungssystem, das mittels verschiedener Vulkanisiertechniken in das Band eingearbeitet wird. Sie wird daher in der Regel von externen Spezialisten installiert. Je nach Montagemethode eignet sie sich für Trommeldurchmesser ab 12,5 mm und Transportbänder bis zu einer Stärke von sechs Millimetern. Auch die Spiralnahtverbindung kann durch Entfernen des Kupplungsstabs schnell und einfach gelöst werden. Sie eignet sich besonders für Anwendungen mit empfindlichen Produkten, da sie keine Abdrücke oder Kratzer hinterlässt.

Fachgerechte Installation erhöht die Lebensdauer

Ganz gleich, für welche Art der Transportbandverbindung sich der Anwender entscheidet: Der Schlüssel zu einer widerstandsfähigen und langlebigen Verbindung ist eine fachgerechte Installation. Diese erhöht nicht nur die Lebensdauer der Verbinder, sondern der gesamten Transportbandanlage. Dabei gilt es zunächst, die Bandenden bündig miteinander zu verbinden. Sonst können Unebenheiten und Probleme bei der Spurführung auftreten, die das Band langfristig verstärkt abnutzen. Sowohl bei mechanischen Verbindern als auch bei Endlosverbindungen müssen die Bandenden entsprechend präpariert sein. Nur so ist für eine starke und haltbare Verbindung und damit für einen reibungslosen Betrieb der Transportbandanlage gesorgt.

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