Aluminiumproduktion Energiepreis ist Plage Nummer eins für deutsche Aluminiumindustrie

Quelle: Pressemitteilung des Aluminium Deutschland e. V. 2 min Lesedauer

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Die Aluminiumproduktion in Deutschland hat im dritten Quartal erneut einen starken Rückgang verzeichnet, wie Aluminium Deutschland (AD) feststellen muss. Hier mehr zur Situation ...

Aluminiumschmelze rinnt in Deutschland immer spärlicher in den Hütten, denn die Produktionszahlen gehen weiter zurück, wie Aluminium Deutschland (AD) berichten muss. Der Hauptgrund sind die hohen Energiekosten. Hier ein aktuelles Bild der Lage ...(Bild:  T. Dreimins)
Aluminiumschmelze rinnt in Deutschland immer spärlicher in den Hütten, denn die Produktionszahlen gehen weiter zurück, wie Aluminium Deutschland (AD) berichten muss. Der Hauptgrund sind die hohen Energiekosten. Hier ein aktuelles Bild der Lage ...
(Bild: T. Dreimins)

Bei den Hütten für Primäraluminium sank das Produktionsvolumen um knapp die Hälfte, im weiterverarbeitenden Halbzeug-Bereich lag das Minus im oberen einstelligen Prozentbereich, wenn man sich das dritte Quartal anschaut. AD-Präsident Rob van Gils kommentiert besorgt: „Es macht mich nachdenklich, wenn drei Viertel unserer Industrie die Wettbewerbsfähigkeit des Industriestandorts Deutschland derzeit als gering oder sehr gering einschätzen – das besagt die Umfrage, die wir regelmäßig im Verband durchführen.“ Für die überwiegende Mehrheit bleiben die Energiepreise das wichtigste Thema. Viele erwarten leider auch für die Wintermonate eine weitere Anspannung auf den Energiemärkten. Momentan würde keiner ein Licht am Ende des Tunnels sehen. Van Gils verdeutlicht: „Aluminium bleibt aber eine der wichtigen Säulen der Transformation. Die Nachfrage wird mittel- und langfristig deutlich steigen. Aktuell trifft uns der konjunkturelle Gegenwind jedoch mit voller Härte – zusätzlich zu den hohen Energiepreisen.“ Als Grundstoffindustrie liefere die Branche nicht zuletzt in viele Wirtschaftsbereiche. Aber insbesondere in der Baubranche seien die Aufträge buchstäblich eingebrochen. Und auch im so wichtigen Automotive-Sektor schwächelt die Nachfrage.

Viele Sektoren melden zweistellige Rückgänge

Die Herstellung von Rohaluminium ging im dritten Quartal um 8 Prozent auf rund 774.000 Tonnen zurück. Nach den ersten drei Quartalen liegt der Output bei gut 2,3 Millionen Tonnen (-11 Prozent). Dabei sank die Herstellung von Primäraluminium im Zeitraum von Januar bis September um 48 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Hütten produzierten dabei rund 147.000 Tonnen. Vor der Energiekrise waren es im Vergleichszeitraum noch 391.000 Tonnen (Q1 bis Q3 2021).

Vergleich der Aluminiumproduktion in Deutschland in den ersten drei Quartalen 2023.(Bild:  AD)
Vergleich der Aluminiumproduktion in Deutschland in den ersten drei Quartalen 2023.
(Bild: AD)

Die Weiterverarbeitung zu Aluminiumhalbzeug verzeichnete mit knapp 607.000 Tonnen im dritten Quartal ebenfalls ein deutliches Minus (-8 Prozent). Dabei lag der Rückgang bei den Herstellern von Strangpresserzeugnissen sogar im deutlichen zweistelligen Bereich (-17 Prozent), während die Produktion von Walzprodukten vergleichsweise moderat sank („nur“ -6 Prozent). In den ersten drei Quartalen dieses Jahres wurden insgesamt 1,8 Millionen Tonnen Aluminiumhalbzeuge in Deutschland hergestellt (-10 Prozent).

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