Datenmanagement
Wie Logistikunternehmen den Herausforderungen durch ESG-Regulierungen begegnen

Ein Gastbeitrag von Christoph Lenz 4 min Lesedauer

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ESG-Kriterien (auf Deutsch: Umwelt, Soziales und Unternehmensführung) werden für Unternehmen allein schon durch neue EU-Vorgaben und Gesetze immer relevanter. Wie Unternehmen es schaffen, dabei den Überblick zu behalten und wettbewerbsfähig zu bleiben, lesen Sie in diesem Beitrag.

Intelligente Datenarchitekturen vernetzen operative Logistiksysteme mit ESG-Reporting und schaffen so die Grundlage für regulatorische Compliance.(Bild: ©  tippapatt - stock.adobe.com)
Intelligente Datenarchitekturen vernetzen operative Logistiksysteme mit ESG-Reporting und schaffen so die Grundlage für regulatorische Compliance.
(Bild: © tippapatt - stock.adobe.com)

Die Zeiten, in denen Nachhaltigkeit in erster Linie ein Marketingthema war, sind vorbei, zumindest für die Logistikbranche. Die regulatorischen Vorgaben haben sich in den vergangenen Jahren massiv verschärft. Schon heute gelten für viele Unternehmen die Anforderungen aus dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG), der EU-weiten Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) und der Green Claims Directive. Wer Umweltaussagen kommuniziert, muss sie mit belastbaren Daten belegen. Auch die nächste Stufe der Regulierungswelle ist bereits sichtbar: Mit dem CO₂-Grenzausgleichsmechanismus (CBAM) kommen ab 2026 neue Berichtspflichten auf die Branche zu, die Importeure zur genauen Emissionsdeklaration verpflichten.

Diese Entwicklung ist kein Nebenschauplatz mehr, sondern beeinflusst die Wettbewerbsfähigkeit unmittelbar. ESG-konforme Nachweise werden zur Eintrittskarte für Ausschreibungen und zum Kriterium für internationale Zusammenarbeit. Für Logistikdienstleister bedeutet das: Nur wer ESG-Daten schnell, konsistent und auditfähig liefern kann, bleibt Teil relevanter Liefernetzwerke.