Erfolgsstrategien
Warum Logistiker mehr auf Kooperationen setzen müssen

Ein Gastbeitrag von Maximilian Baldus* 3 min Lesedauer

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Fachkräftemangel und Kostendruck setzen mittelständische Speditionen unter Druck. Oft führt das zu angespannten Beziehungen zwischen Speditionen und Subunternehmen. Dabei eignen sich partnerschaftliche Beziehungen viel eher als Erfolgsstrategie. Davon könnte der gesamte Mittelstand profitieren.

Um Kosten zu senken und operative Stabilität zu erhöhen, ist partnerschaftliche Zusammenarbeit oftmals lohnenswert.(Bild: ©  Serhii - stock.adobe.com)
Um Kosten zu senken und operative Stabilität zu erhöhen, ist partnerschaftliche Zusammenarbeit oftmals lohnenswert.
(Bild: © Serhii - stock.adobe.com)

Wer heute eine mittelständische Spedition führt, benötigt keinen Marktbericht, um zu wissen, wie angespannt die Lage ist. Es reicht ein Blick in die Disposition. Fahrer fehlen, Kosten steigen, Margen schrumpfen. Gleichzeitig erwarten Kunden maximale Flexibilität, Verlässlichkeit und Geschwindigkeit. Was früher mit Erfahrung und persönlichem Einsatz aufgefangen werden konnte, gerät zunehmend an strukturelle Grenzen.

In dieser Situation greifen viele Unternehmen auf ein vertrautes Muster zurück. Preise werden härter verhandelt, Subunternehmer stärker unter Druck gesetzt und Risiken weitergereicht. Kurzfristig mag das Vorgehen Entlastung bringen. Langfristig verschärft es genau die Probleme, die den Mittelstand heute belasten.
Die Transportlogistik war lange von einem klaren Wettbewerbsdenken geprägt. Jeder kämpft für sich, Partnerschaften gelten als austauschbar. Dieses Modell hat funktioniert, solange Kapazitäten verfügbar waren und der Markt berechenbar blieb. Heute ist beides nicht mehr gegeben.