Tray Picking Ergonomisch kommissionieren und schichten

Redakteur: Volker Unruh

Ein jüngst vorgestelltes teilautomatisiertes Tray-Picking-System auf Basis eines Regalfahrzeugs ermöglicht es Kommissionierern, mit nur geringer körperlicher Belastung sicher gestapelte Rollcontainer oder Paletten für zum Beispiel den Lebensmitteleinzelhandel zusammenzustellen.

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Eine teilautomatisierte Lösung für die Kommissionierung von Handelseinheiten hat der Parksteiner Systemintegrator Witron jüngst vorgestellt. Das unter der Bezeichnung Ergonomic Tray Picking (ETP) auf dem Markt angebotene Lagersystem ist eine Kombination aus automatischem Nachschub und händischem Kommissionieren und soll eine permanent hohe Pickleistung von 500 Kolli pro Mann und Stunde erbringen. Konzipiert wurde es vor allem für Distributionszentren des Lebensmitteleinzelhandels, für Regional- und Schnelldreherlager von Vollsortimentern sowie für die Verteilzentren von Discountern. Ausgelegt ist es für ein Warensortiment von bis zu 4000 Artikeln.

System umfasst Prozesse vom Hochregal bis zum Versand

Im ETP-System sind alle logistischen Prozesse zwischen Hochregal und Warenausgang zusammengefasst. Auf Basis der in der Lagerverwaltung eingepflegten Artikel-Stammdaten werden zunächst sämtliche aus dem Hochregal ausgelagerten Artikel eines Sortiments identifiziert, lagenweise depalettiert und von einem Pusher auf 900 mm × 800 mm große Trays geschoben. Durch eine Volumenkalkulation und ein Drehen der Handelseinheiten wird pro Tray der optimale Füllgrad erreicht. Mit Regalbediengeräten (RBG) werden die Trays sodann in das Tray-Lager gebracht, einfachtief eingelagert und zum Kommissionieren bereitgestellt. Jede ETP-Gasse enthält sämtliche Artikel eines Sortiments.

Aufgrund der somit gewährleisteten hohen Artikelvielfalt, so die Aussage Witrons, besteht keine Abhängigkeit zwischen den einzelnen ETP-Gassen. Jeder Auftrag kann komplett in einer Kommissioniergasse fertiggestellt werden, deren Pickfront laut Witron auf ein Zwanzigstel von der eines konventionellen Lagers verkürzt werden kann. Die Kommissionierung erfolgt manuell mit automatisch gesteuerten Regalfahrzeugen mit Bedienerkabine, den sogenannten Pick-Mobilen.

Jeder Auftrag wird seinen individuellen Anforderungen entsprechend warengruppengerecht und nach dem jeweiligen Filiallayout kommissioniert. Nachdem der Kommissionierer an einem Übergabeplatz seine leere Auftragspalette aufgenommen hat, wird er rechnergesteuert in seinem Pick-Mobil an die Entnahmeplätze gefahren, und zwar exakt in der Reihenfolge, in der die Palette beladen werden muss. Die Weiterfahrt erfolgt jeweils nach Quittierung der Entnahme.

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