Marktübersicht
Die Zukunft des Frachtbriefs

Ein Gastbeitrag von Antti Kirjavainen*, übersetzt ins Deutsche von Louise Steinebach 4 min Lesedauer

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Die neue EU-Verordnung verpflichtet Unternehmen, elektronische Frachtbeförderungsinformationen (EFTI) für Behörden digital bereitzustellen. Gleichzeitig drängen immer mehr Anbieter digitaler Frachtbriefe auf den Markt. Aber sollten beide Lösungen nicht in einer Anwendung vereint werden?

eFTI und eCMR sollen Papierdokumente in der Logistik überflüssig machen und Behördenabwicklungen beschleunigen.(Bild: ©  Scanrail - stock.adobe.com)
eFTI und eCMR sollen Papierdokumente in der Logistik überflüssig machen und Behördenabwicklungen beschleunigen.
(Bild: © Scanrail - stock.adobe.com)

Noch immer arbeiten Frachtbetreiber täglich mit Stapeln von Papierdokumenten. Ihre Fahrer stehen Stunden lang in Warteschlangen vor der Zollabfertigung. Dieses Szenario ist Alltag, auch wenn die Branche seit Jahrzehnten „Digitalisierung“ fordert. Deshalb hat die EU die EFTI-Verordnung (Electronic Freight Transport Information) verabschiedet. Parallel dazu entwickelte die Open Logistics Foundation die Open Source Software ECMR. Der Clou: Sie konkurrieren nicht miteinander. Vielmehr ergänzen sie sich als Teile desselben digitalen Puzzles. Und Logistiker müssen verstehen: Worum geht es? Wie hängen beide Systeme zusammen?

Worum es eigentlich geht

EFTI ist die zentrale EU-Verordnung für digitale Frachtdaten zwischen Unternehmen und Behörden. Das rechtliche Gerüst besagt simpel: Elektronische Transportdokumente sind gültig. Behörden müssen sie akzeptieren. Dies gilt für den Straßen-, Schienen-, Binnenwasserstraßen- und Luftverkehr in der gesamten EU. ECMR der OLF hingegen löst ein konkretes Problem: den digitalen Frachtbrief für den Straßengüterverkehr. Die Open-Source-Lösung macht CMR-Dokumente rechtssicher und plattformübergreifend nutzbar. Das war bisher in den Digitalisierungsbemühungen ein erhebliches Problem.