Messe Das werden die Schwerpunktthemen der Hannover Messe

Quelle: Pressemitteilung von Deutsche Messe AG 5 min Lesedauer

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Für die Hannover Messe ist künstliche Intelligenz der Schlüssel zur wettbewerbsfähigen und nachhaltigen Industrie. Auf welche Themen sich Besucher sonst noch freuen dürfen.

Bei der Pressepreview zur Hannover Messe 2024 gab es einen ersten umfangreichen Ausblick auf die Themen und Aussteller der Messe.(Bild:  Deutsche Messe AG)
Bei der Pressepreview zur Hannover Messe 2024 gab es einen ersten umfangreichen Ausblick auf die Themen und Aussteller der Messe.
(Bild: Deutsche Messe AG)

Wettbewerbsfähigkeit stärken, Klima schützen, Wohlstand fördern – das sind der Deutschen Messe AG zufolge die großen Aufgaben, vor denen die Industrie heute steht. Innovative Technologien seien der Schlüssel, um diese Herausforderungen zu meistern. Dr. Jochen Köckler betonte im Rahmen der heutigen Hannover Messe Preview, dass die Herausforderungen der Gegenwart zwar auch für die Industrie spürbar seien, sieht aber keine Gefahr einer Deindustrialisierung am Standort Deutschland. Stattdessen betont er, gestellte Aufgaben als Chance zu begreifen.

Die Hannover Messe will Unternehmen daher helfen, die folgenden Fragen zu beantworten: Wie können Unternehmen Automatisierung, künstliche Intelligenz, erneuerbare Energien und Wasserstoff effizient nutzen? Und wie kann der drohenden Deindustrialisierung Europas entgegengewirkt werden?

„In Hannover werden Technologien und Lösungen präsentiert, die die Industrie befähigen, wettbewerbsfähig und nachhaltig zu produzieren. Auf der Messe dreht sich alles um die intelligente und CO2-neutrale Produktion, KI, Wasserstoff und sektorübergreifende Energie-Lösungen“, so Dr. Jochen Köckler, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Messe AG. „Unsere Aussteller werden zeigen, dass eine wettbewerbsfähige Industrieproduktion in Europa möglich ist. Voraussetzung ist jedoch ein regulatorischer Rahmen, der Innovation und Unternehmertum fördert.“

Die Lösung liegt seiner Meinung nach im Zusammenspiel von Automatisierung, Digitalisierung und Elektrifizierung, einer breiten branchen- und länderübergreifenden Zusammenarbeit sowie einem klaren politischen Kurs. Köckler: „Mit dem Leitthema ‚Energizing a Sustainable Industry‘, 4.000 Ausstellern, hochkarätigen Vertretern aus Politik und Wirtschaft und dem Partnerland Norwegen ist die HANNOVER MESSE 2024 hierfür die ideale Plattform.“

Zur Messe werden mehr als 300 wirtschaftspolitische Delegationen erwartet. Angeführt von Bundeskanzler Scholz, der gemeinsam mit dem norwegischen Ministerpräsidenten Jonas Gahr Støre die Hannover Messe eröffnen wird. Darüber hinaus werden die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, und Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck die Leitmesse der Industrie nutzen, um sich mit Vertretern der Wirtschaft auszutauschen. „Wenn substanziell und dauerhaft in Europa produziert und investiert werden soll, dann muss die bürokratische Last dringend reduziert werden, etwa durch schnellere Planungs- und Genehmigungsverfahren“, appelliert Köckler.

Zu den ausstellenden Unternehmen zählen globale Tech-Giganten wie Accenture, AWS, Bosch, DELL Technologies, Google, Microsoft, SAP, Servicenow, Schneider Electric oder Siemens sowie mittelständisch geprägte Technologieführer wie Beckhoff, GP Joule, ebm-papst, Ericsson, Festo, Turck, Harting, ifm, igus, Lapp, Pepperl+Fuchs, Phoenix Contact, Rittal, Schunk, SEW-Eurodrive, Wago, Wibu oder Ziehl-Abegg, namhafte Forschungsinstitute wie Fraunhofer oder das KIT (Karlsruher Institut für Technologie) und mehr als 300 Industrie-Startups.

Künstliche Intelligenz: Das nächste Level der industriellen Digitalisierung

Die Hannover Messe sieht sich seit mehr als einer Dekade als die wichtigste Messe für die Digitalisierung der Industrie. Mit künstlicher Intelligenz folge nun das nächste Level der industriellen Digitalisierung. Sie revolutioniere die Industrie, indem sie Prozesse effizienter mache und neue Wertschöpfung ermögliche. Durch den Einsatz von KI könnten Unternehmen Entwicklungszeiten verkürzen sowie Ressourcen und Energie einsparen. Dr. Fabian Bause von Beckhoff Automation plädierte im Rahmen seiner Keynote auf der Preview dafür, KI zu entmystifizieren und als Werkzeug, unter anderem für mehr Automatisierung, zu begreifen. Das ermögliche es den Menschen, sich auf andere Aufgaben zu konzentrieren – wie den Wandel zu einer grüneren Industrie.

„Die Geschwindigkeit, mit der KI-Lösungen ihren Weg in die Industrie finden, ist atemberaubend. Unternehmen müssen jetzt investieren und vor allem ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an die Chancen von KI heranführen, sonst werden sie vom Wettbewerb abgehängt“, betont Köckler. „KI ist der Schlüssel zur wettbewerbsfähigen und nachhaltigen Industrie.“

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Auf der Hannover Messe sind konkrete Anwendungen zu sehen: Roboter, die sich per Sprache steuern lassen, Maschinen, die Fehler automatisch erkennen, oder Systeme, die durch vorausschauende Wartung Ausfallzeiten reduzieren. Köckler: „Generative KI wird in naher Zukunft in der Lage sein, Maschinen zu entwerfen. Dies wird dazu führen, dass sich das Berufsbild des Ingenieurs grundlegend verändern wird.

Wann kommt die Wasserstoffwirtschaft?

Mit der zunehmenden Nutzung volatiler erneuerbarer Energiequellen rückt Wasserstoff als der geeignete Energieträger für eine emissionsfreie Wirtschaft immer stärker in den Fokus. In Hannover präsentieren rund 500 Aussteller aus der Wasserstoff- und Brennstoffzellenbranche ihre Lösungen. Damit ist die Hannover Messe eigenen Angaben zufolge die weltweit größte und wichtigste Messe zum Thema Wasserstoff.

Köckler: „Wasserstoff bietet enorme Chancen als der grüne Energieträger. Die aktuelle Geschwindigkeit bei der Implementierung und Skalierung ist jedoch unzureichend.“ Der Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft erfordere jetzt mutige politische Entscheidungen im regulatorischen Bereich, intensive Forschung und Entwicklung für eine zügige Implementierung sowie den Aufbau der notwendigen Infrastruktur für die Skalierung. Nur so könnten sich tragfähige Geschäftsmodelle etablieren.

„Auf der Hannover Messe zeigen wir, was technologisch machbar ist, und wir schaffen den Rahmen, in dem Politik und Industrie über einen konkreten Fahrplan hin zu einer funktionierenden Wasserstoffwirtschaft diskutieren und hoffentlich entscheiden können“, so Köckler.

Partnerland Norwegen

Norwegen nutzt die Weltbühne Hannover Messe, um sich unter anderem als innovativer und zuverlässiger Energiepartner zu präsentieren. Das Motto des Partnerlandes lautet „Norway 2024: Pioneering the Green Industrial Transition“. Damit will Norwegen seinen Anspruch unterstreichen, eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung von Lösungen im Bereich der erneuerbaren Energien, der CO2-neutralen Produktion, Carbon Capture und der Digitalisierung der Industrie einzunehmen. H.E. Laila Stenseng, Botschafterin des Königreichs Norwegen in Deutschland, verwies auf die Dringlichkeit der ökologischen Transformation. Das diesjährige Partnerland der Messe will hier gemeinsam mit Deutschland als Wegbereiter in der Industrie agieren.

Auf der Konferenz „Renewable Dialogue – North Sea Energy Hub“ am 23. April diskutieren Politiker und Experten aus Norwegen und Deutschland über die Energiewende mit Fokus auf politische Rahmenbedingungen sowie technologische Entwicklungen und Anwendungen. Köckler: „In Europa ist Norwegen ein Kraftzentrum für Energie und Digitalisierung. Und passt damit perfekt zur Hannover Messe.“

Europäische Union: Starkes Wirtschaftsbündnis

Zwei Monate vor den Wahlen in Europa präsentiert sich die Europäische Union auf der Hannover Messe als starkes Wirtschaftsbündnis. Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission, eröffnet das Programm mit einer Rede bei der Eröffnungsfeier am 21. April. Zum EU-Programm während der Messe zählt die Konferenz „Investing in European Industry“ am 22. April, auf der Industrievertreter*innen mit EU-Politikern über Themen wie den Green Deal diskutieren können.

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