Verkehrssicherheit Frühwarnsystem informiert Lkw-Fahrer bei Eis und Schnee

Redakteur: Claudia Otto

Blitzeis, Glätte und heftiger Schneefall bescheren dem transportierenden Gewerbe immer wieder böse Überraschungen. Lkw-Fahrer benötigen dann aktuelle Informationen vor Ort. Um die Anforderungen an einen solchen Informationsdienst zu erfassen, beauftragte das Logistik-Kompetenz-Zentrum Prien (LKZ) das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik (IML) mit einer Studie.

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Bereits seit einigen Jahren wird auf der Autobahn A8 südlich von München ein möglichst effektiver Umgang mit den winterlichen Straßenverhältnissen erprobt. So hat sich auf dem Autobahnabschnitt am Irschenberg eine kurzzeitige Vollsperrung der Autobahn zum Räumen und Streuen – auch gegen die Fahrtrichtung – bewährt.

Auf der Strecke zwischen Übersee am Chiemsee und Anger kurz vor der österreichischen Grenze wurde vor einem Jahr die Blockabfertigung bei Schnee und Glätte eingeführt. Für Lkw-Fahrer heißt das Überholverbot, auf der rechten Spur fahren, Ausfahrten freihalten sowie die Schneeräumung abwarten. Ausreichend Lkw-Parkplätze zum Ausweichen stehen an dieser Strecke allerdings noch nicht zur Verfügung.

Verkehrsfunk informiert Lkw-Fahrer zu spät und zu ungenau

„Bei diesen Maßnahmen müssen die Lkw-Fahrer dringend einbezogen werden“, betont Agnes Eiband, Projektleiterin. Sie zeigt mit der Studie des Fraunhofer Instituts auf, dass der herkömmliche Verkehrsfunk zu spät informiert, zu ungenau und für fremdsprachige Fahrer schwer verständlich ist. Die Lkw-Lenker interessiert vielmehr: „Wo ist der nächste Parkplatz? Gibt es dort Hilfsdienste? Wann geht es weiter?“

Als Ergebnis der Untersuchung stellt Eiband fest, dass der Aufbau eines europaweiten Schnee- und Informations-Frühwarnsystems zur Leitung des Verkehrs das Ziel bei der Unterstützung von Winterdiensteinsätzen sein muss. Am geeignetsten dazu sei, so die Projektleiterin, die Technik des Smartphones mit einer weiter entwickelten Anwendung.

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