Lagerinspektion Geschulte Regalinspekteure entdecken Mängel und erkennen Verbesserungspotenziale

Redakteur: Volker Unruh

Die Inspektion von Lagereinrichtungen ist gesetzlich vorgeschrieben. Mit einem Team von zugelassenen Lagertechnik-Inspekteuren hat Bito-Lagertechnik seinen Inspektionsservice ausgeweitet und führt auf Kundenwunsch nun auch Effizienz- und Bedarfsanalysen der gesamten Lagertechnik durch.

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Regale und Lagereinrichtungen gelten als Arbeitsmittel, die nach §10 der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) alle zwölf Monate von „befähigten Personen“ kontrolliert werden müssen. Allerdings werden die Anforderungen an diese „befähigten Personen“ oder ihre erforderlichen Qualifikationen nicht genauer definiert. Wenn zum Beispiel der Leiter eines Einkaufszentrums dafür verantwortlich ist, dass sich etwa sein Palettenlager immer in ordnungsgemäßem und betriebssicherem Zustand befindet, heißt das nicht, dass er dazu auch tatsächlich qualifiziert ist.

Nur ein geschultes Auge erkennt alle Mängel im Regalsystem

Nicht zuletzt aus diesen Unwägbarkeiten heraus ist der europäische Normenentwurf DIN EN 15635 entstanden, der den Ablauf der Kontrollen von Lagereinrichtungen festlegt. Die Lagerkontrollen erfolgen bei laufendem Betrieb rein visuell. Für eine klare Aussage zum aktuellen Stand der Lagersicherheit und eine nachvollziehbare Dokumentation der Prüfungsergebnisse gehört daher ein geschulter Blick.

Der Hersteller und Systemlieferant von Lagersystemen und Kunststoff-Behältern, die Bito-Lagertechnik Bittmann GmbH in Meisenheim, hat sich der Prüfproblematik angenommen und eine eigene Abteilung mit derzeit fünf ausgewiesenen Lagertechnik-Inspekteuren aufgebaut. Diese wurden laut Bito beim Verband für Lagertechnik und Betriebseinrichtungen (LEB) zu „verbandsgeprüften“ Regalinspekteuren ausgebildet und zugelassen.

Das Prüf- und Inspektionssystem für Regale ist lückenlos rückverfolgbar

Damit seien sie qualifiziert und befugt, die laut Gesetz prüfpflichtigen Regalsysteme zu kontrollieren und zu bewerten wie:

  • Fachbodenregale,
  • Palettenregale,
  • Kragarmregale,
  • Einfahrregale,
  • Durchfahrregale,
  • Durchlaufregale und
  • Mehrgeschosseinrichtungen.

Die Prüfungen und Ergebnisse des sogenannten Bito-Checks werden lückenlos erfasst und durch ein Inspektionsprotokoll dokumentiert, auf dem zudem die Nummer der jeweils vergebenen Inspektionsplakette sowie die Kennziffer des beauftragten verbandsgeprüften Regalinspekteurs festgehalten werden. Da die Plaketten fortlaufend nummeriert sind und jeder verbandsgeprüfte Regalinspekteur auf seinem Ausweis eine eigene Kennziffer hat, ist das Prüf- und Inspektionssystem sowohl über Bito als auch über den LEB rückverfolgbar.

Regalinspekteure prüfen Sicherheit und Wirtschaftlichkeit von Lagern

Wie Bito betont, sind die Regalinspekteure nicht nur auf das Erkennen eventueller Sicherheitsrisiken der Lagertechnik geschult. Vielmehr könnten sie auch Materialfluss- und Lagertechnik-Mängel aufdecken und wertvolle Tipps und Anregungen zur Beseitigung und Optimierung geben, heißt es.

Auf Wunsch des Kunden würden erste Effizienz- und, darauf aufbauend, Bedarfs-Analysen vorgenommen. Diese mündeten dann in konkreten Verbesserungsvorschlägen.

Zum einen verhindere das rechtzeitige Erkennen von Mängeln teure Unfälle und Schäden, so Bito, zum anderen sorgten geeignete und – gegenüber einer kaum kalkulierbaren Schadensbeseitigung kostengünstigere Präventivmaßnahmen – für mehr Sicherheit und Effizienz im Lager.

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