Fast die Hälfte weg Bosch klagt über Gewinneinbruch

Quelle: dpa 3 min Lesedauer

Milliardenkosten für den Abbau Tausender von Stellen haben den Gewinn von Bosch deutlich schrumpfen lassen, wie jetzt bekannt wurde ...

Bosch-Gewinn knickt stark ab! Bosch spart wo es geht und hat dabei auch massiv Leute entlassen. Parallel kämpft man gegen die derzeit existenten Probleme der Welt und in Deutschland im Speziellen ...(Bild:  Bosch)
Bosch-Gewinn knickt stark ab! Bosch spart wo es geht und hat dabei auch massiv Leute entlassen. Parallel kämpft man gegen die derzeit existenten Probleme der Welt und in Deutschland im Speziellen ...
(Bild: Bosch)

Der Bosch-Konzernchef Stefan Hartung muss zugeben, dass die selbstgesteckten Umsatz- und Gewinnziele für 2025 nicht erreicht wurden. Bosch erleidet einen heftigen Gewinneinbruch. Denn nach vorläufigen Zahlen ging das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) um gut 45 Prozent (auf 1,7 Milliarden Euro) zurück, heißt es aus Gerlingen bei Stuttgart. Und bereits im Vorjahr war der Wert um ein Drittel abgesackt, wenn man sich vielleicht erinnert. Diese nackten Zahlen zeigten, unter welch hohem Druck der Konzern stehe. Der Gewinn fällt demnach so niedrig aus wie lange nicht mehr. Sogar im Corona-Jahr 2020 hatte Bosch noch gut zwei Milliarden Euro operativen Gewinn erwirtschaftet. Immerhin kann gesagt werden, dass keiner der vier Geschäftsbereiche die gefürchteten roten Zahlen schreibt. Der Umsatz stieg andererseits im Vergleich zu 2024 leicht an (auf rund 91 Milliarden Euro).

Bosch ist in vielen Bereichen nicht wettbewerbsfähig

Die Herausforderungen, die Bosch auf der ganz großen Bühne beschäftigt, sind nicht neu und vielen eine Plage, muss man sagen. Bekanntlich schwächelt die Weltkonjunktur und die geopolitische Lage ist nach wie vor unsicher. Hinzugekommen sind im letzten Jahr ja auch noch die US-Zölle von Donald Trump. Aber auch die Konkurrenz – vor allem chinesische Anbieter – verstärken den Druck auf Bosch, was leider nicht nur in puncto Autoindustrie zu registrieren ist, die immer noch die Lieferengpässe bei Nexperia-Chips verdaut und ohnehin weniger produziert als früher. Hartung merkt an, dass Bosch in vielen Bereichen derzeit nicht mehr wettbewerbsfähig ist. Dennoch will man in den wesentlichen Märkten führend bleiben. Doch dafür braucht es niedrige Kosten und Kapazitäten, die sich an der Nachfrage orientieren. Politisch betrachtet, wünscht sich Hartung „Local Content“-Regeln, durch die Wettbewerbsverzerrungen entschärft werden können.

Das macht Bosch zur Absicherung der Zukunft

Um bei all dem nicht unterzugehen, müssten die Schwaben deutlich sparen. Allein im Zulieferbereich gehe es dabei um Milliarden. Laut Hartung arbeitet man hart an den Sach- und Materialkosten und setzt künstliche Intelligenz (KI) noch intensiver ein, um die Produktivität zu erhöhen. Auch werde jede Investition von den Bosch-Entscheidern noch sorgfältiger abgewogen. Ein weiterer Verbesserungshebel ist es, die Organisation schlanker aufzustellen, was aber Personal gekostet hat. Im September kündigte Bosch dazu an, rund 13.000 Jobs zu streichen, was parallel zu laufenden Programmen passiert. Das wird aber auch teuer, weil die Kosten für sozialverträgliche Schritte das Bosch-Ergebnis schwer belasten, so Hartung. Rund 2,7 Milliarden wurden dafür im letzten Jahr auf die Seite gelegt.

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