Fataler Schnitt Großbritannien leidet immer schlimmer unter Brexit-Folgen

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Der britische Außenhandel mit der EU leidet einer aktuellen Studie zufolge immer schwerer unter dem Brexit. Die Im- und Exporte seien stark eingebrochen, wie die dpa erfahren hat ...

Der Brexit, den Großbritannien vor einigen Jahren angestoßen hat, tut dem Im- und Export in Albion immer weniger gut, wie eine Studie jetzt belegt, die der dpa vorliegt.(Bild:  Go away 2020)
Der Brexit, den Großbritannien vor einigen Jahren angestoßen hat, tut dem Im- und Export in Albion immer weniger gut, wie eine Studie jetzt belegt, die der dpa vorliegt.
(Bild: Go away 2020)

Zwischen den Jahren 2021 und 2023 – also der Zeit unmittelbar nach dem britischen Austritt aus der EU-Zollunion und dem Binnenmarkt – sank der Wert der britischen Warenexporte in die EU um 27 Prozent. Und der Wert der Importe fiel gleich um 32 Prozent. Außerdem sei die Vielfalt britischer Ausfuhrgüter zurückgegangen. Denn in jedes EU-Land wurden 1.645 Arten britischer Produkte weniger exportiert. Das traf kleinere EU-Volkswirtschaften stärker als größere, wie etwa Deutschland. Die Studie berücksichtigt aber nicht den Dienstleistungssektor, der sich seit dem Brexit besser als erwartet entwickelt hat, wie es weiter heißt. Zugenommen haben übrigens auch die Exporte von Tabak-, Eisenbahn- und Flugzeuggütern.

Kleine Exporteure handeln nicht mehr mit der EU

Großbritannien war bekanntlich Ende Januar 2020 aus der EU ausgetreten und ist seit 2021 auch nicht mehr Mitglied der EU-Zollunion und des Binnenmarkts. Trotz eines in letzter Minute vereinbarten Freihandelsabkommens kommt es zu bürokratischen Hürden und anderen Handelshemmnissen. Zu den am stärksten betroffenen Branchen gehören laut der Studie die Landwirtschaft, der Bekleidungssektor sowie die Holz- und Papierherstellung. Den größten Exportrückgang gab es bei essbaren Früchten und Nüssen, deren Wert um fast drei Viertel (73,5 Prozent) einbrach. Die negativen Auswirkungen des Handelsabkommens haben sich im Laufe der Zeit verstärkt, wobei 2023 einen stärkeren Handelsrückgang aufweist als die Jahre zuvor, heißt es. Vor allem kleinere britische Exporteure hätten den Handel mit der EU aufgegeben.

Das sollte Großbritannien jetzt tun ...

Die Studienautoren betonten, politische Eingriffe seien nötig. Dazu gehöre, negative Folgen des Handelsabkommens abzuschwächen, Lieferketten neu zu gestalten und Unternehmen bei der Anpassung an Handelshemmnisse zu unterstützen. Die neue sozialdemokratische Regierung in London will die Beziehungen mit der EU verbessern. Premierminister Keir Starmer lehnt aber einen Wiedereintritt in die Zollunion oder den Binnenmarkt strikt ab. Auch Angebote der EU für einfachere Brexit-Regeln bei Kontakten junger Menschen stoßen bisher nicht auf Gegenliebe.

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