Verdi macht Druck Hafenarbeiter-Warnstreiks werden ausgeweitet

Von Peter Königsreuther 2 min Lesedauer

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Kurz vor der vierten Verhandlungsrunde im Tarifstreit der Seehafenbetriebe erhöht die Gewerkschaft Verdi den Druck, wie die dpa meldet.

Mal wieder Tarifverhandlungen mit Streiks. Seit gestern haben in Hamburg und Bremerhaven die Hafenarbeiter zum Teil die Arbeit niedergelegt. Für heute rief die Gewerkschaft Verdi dazu auf, die Streiks auszuweiten, wie die dpa meldet. Es geht um Folgendes ...(Bild:  dpa / Scholz)
Mal wieder Tarifverhandlungen mit Streiks. Seit gestern haben in Hamburg und Bremerhaven die Hafenarbeiter zum Teil die Arbeit niedergelegt. Für heute rief die Gewerkschaft Verdi dazu auf, die Streiks auszuweiten, wie die dpa meldet. Es geht um Folgendes ...
(Bild: dpa / Scholz)

Der Warnstreik der Hafenarbeiterinnen und Hafenarbeiter soll heute ausgeweitet werden, teilte die Gewerkschaft Verdi mit. Außer den Beschäftigten in Hamburg und Bremerhaven sollen nun auch deren Kollegen in Wilhelmshaven, Bremen und Emden die Arbeit niederlegen. Schon seit dem frühen Dienstagmorgen sind zahlreiche Hafenarbeiter in Hamburg und Bremerhaven im zweitägigen Warnstreik. In Bremerhaven beteiligten sich nach Angaben einer Sprecherin rund 800 Personen am Streik. In Hamburg war die Teilnehmerzahl zunächst unklar, ein Sprecher redete aber von einer hohen Beteiligung.

Das fordert Verdi von den Seehafenbetreibern

Verdi verlangt für die Beschäftigten bei einer Laufzeit des Tarifvertrags von zwölf Monaten unter anderem eine Erhöhung der Stundenlöhne um drei Euro rückwirkend zum 1. Juni sowie eine entsprechende Anhebung der Schichtzuschläge. Der Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) bot zuletzt zum 1. Juni eine Lohnerhöhung um 2,9 Prozent – mindestens aber 80 Cent mehr pro Stunde an. Die Schichtzuschläge sollen demnach um 33 Cent bis 3,50 Euro steigen. Der ZDS forderte die Gewerkschaft dabei auf, bei der Ausübung des Streikrechts Maß und Mitte zu wahren. Denn im Lichte der bisherigen konstruktiven Verhandlungsrunden und des vorgelegten fairen Angebotes gebe es aus Sicht des ZDS aktuell keine Veranlassung für Warnstreiks, die auch noch die Zuverlässigkeit der deutschen Seehäfen beeinträchtigten.

So läuft der Streik heute voraussichtlich ab:

Die Beschäftigten in Hamburg rief Verdi auf, auch heute im Warnstreik zu bleiben oder die Arbeit erneut niederzulegen. Sie soll nicht vor dem Ende der Nachtschicht wieder aufgenommen werden. Für 10 Uhr ist eine Kundgebung vor dem Sitz des ZDS geplant. Im Anschluss soll ein Demonstrationszug an der Zentrale des Hafenlogistikers HHLA vorbei bis zum Gewerkschaftshaus führen, wo gegen Mittag eine Abschlusskundgebung geplant ist. In Emden läuft der Warnstreik, der aber nach der zweiten Schicht gegen 22 Uhr enden wird, wie die Gewerkschaft mitteilte. In Bremen sollen Beschäftigte die Arbeit während der ersten Schicht niederlegen, in Wilhelmshaven den ganzen Mittwoch über bis zum Ende der ersten Schicht am Donnerstag (14 Uhr). Die vierte Verhandlungsrunde ist für Donnerstag und Freitag in Bremen terminiert.

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