Krisenstimmung Hersteller von Kunststoffverpackungen fordern Entlastung

Quelle: Pressemitteilung der IK 2 min Lesedauer

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Die IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e. V. hat analysiert, dass gut zwei Drittel der Unternehmen ihre Lage als schlecht betrachten. Deshalb wird der Ruf nach Kostenentlastungen lauter.

Die IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e. V. hat ihre Mitglieder befragt, wie die momentane Geschäftslage aussieht. Das Bild, das sich aus den Antworten zeichnen ließe, zeige alles andere als lächelnde Gesichter.(Bild:  V. Schölzl)
Die IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e. V. hat ihre Mitglieder befragt, wie die momentane Geschäftslage aussieht. Das Bild, das sich aus den Antworten zeichnen ließe, zeige alles andere als lächelnde Gesichter.
(Bild: V. Schölzl)

Die Zahl alarmierender Wirtschaftsnachrichten aus der Kunststoffbranche reißt nicht ab, kommentiert die IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen. Denn nachdem die Kunststoffhersteller zuletzt über einen Produktionsrückgang von 20 Prozent zum Vorjahr berichteten, trifft die Wirtschaftskrise nun auch den Maschinenbau in Sachen Kunststoffverarbeitung. Dieser Sektor klagt nämlich über einen Auftragseinbruch von 32 Prozent in den ersten Monaten dieses Jahres. Auch die Hersteller von Kunststoffverpackungen leiden. Denn im ersten Halbjahr 2023 sackten deren Umsätze im Vergleich zum Vorjahr um 6 Prozent ab, wie Statistiken zeigen. Der Grund dafür seien die Kaufzurückhaltung im Einzelhandel und vor allem die starken Umsatzrückgänge in wichtigen Kundenindustrien (etwa Chemiebranche). Ein Ende der Krise ist noch nicht in Sicht, wie das Ergebnis einer aktuellen Konjunkturumfrage der IK unter ihren Mitgliedern zeigt. Hier die Ergebnisse:

Kunststoffverpackungs-Hersteller blicken mit Sorge nach vorn

Zwei von drei befragten Unternehmen aus der Kunststoffverpackungs-Branche sehen ihre aktuelle Lage als schlecht an, wie oben schon erwähnt wurde. Im Sommer war es „nur“ die Hälfte, heißt es rückblickend. Das Schlimme an diesem Trend sei, dass die Talsohle noch nicht durchlaufen sei, wenn man das vierte Quartal 2023 vor Augen habe. Denn 51 Prozent der Unternehmen befürchten bis Jahresende weitere Umsatzeinbußen und fast 70 Prozent prognostizieren sinkende Erträge.

Eingetrübt sei auch die Stimmung mit Blick auf die Exporterwartungen der Kunststoffverpackungs-Hersteller. Denn fast die Hälfte der Unternehmen glaubt an eine sinkende Nachfrage aus dem Ausland. Immerhin ist die Rohstoffversorgung für die meisten Verpackungshersteller aus diesem Sektor gesichert, wie die IK erfahren hat. Hohe Energiepreise, Personalmangel und starker Regulierungsdruck bestimmen im Moment den Alltag vieler IK-Mitglieder, heißt es zudem.

Die Lage der Kunststoffverpackungs-Hersteller ist ernst

Deshalb fordert die Vereinigung von der Politik schnell wirksame Maßnahmen zur Krisenbekämpfung. „Die Bundesregierung hat den Ernst der Lage noch nicht erfasst. Derzeit werden in der gesamten Kunststoffindustrie Anlagen stillgelegt oder ins Ausland verlagert“, so Dr. Martin Engelmann, Hauptgeschäftsführer der IK, um den Ernst der Lage auf den Punkt zu bringen. Das Industrieland Deutschland blutet seiner Meinung nach aus, wenn nicht schnell etwas geschieht.

Engelmann führt weiter aus: „Die Bundesregierung hat es selbst in der Hand, durch eine Reduktion der Stromsteuer auf die EU-Mindestsätze schnell für eine Entlastung zu sorgen. Außerdem brauchen die Unternehmen Sicherheit, dass der Stromsteuer-Spitzenausgleich erhalten bleibt.“ Es sei gut, dass derzeit immerhin auch die Bürokratiekosten der Unternehmen in der Diskussion seien. Bürokratieabbau funktioniere schließlich am besten, wenn man unnötige Bürokratie gar nicht erst zulasse. Engelmann fordert die Politik auch auf, die Vorschläge der Kommission für immer mehr Berichtspflichten der Unternehmen im Rahmen der EU-Verpackungsverordnung kritischer zu beleuchten.

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