Röhrige Rasanz Hightech-Klebstoff für den Transport mit Schallgeschwindigkeit

Quelle: Ruderer 3 min Lesedauer

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Die TU München gestaltet den Transport der Zukunft. Das Ziel ist der Hyperloop, der mit 1.250 Kilometern pro Stunde fahren soll. Spezialklebstoff von Ruderer hilft dabei.

Das ist kein seltsam beleuchteter U-Bahn-Tunnel, sondern der Blick auf den sogenannten Hyperloop. Davon träumt kein Geringerer als Elon Musk – mit Schallgeschwindigkeit in Vakuumröhren zu reisen. Dabei fährt auch ein besonderer Ruderer-Klebstoff mit ...(Bild:  Ruderer)
Das ist kein seltsam beleuchteter U-Bahn-Tunnel, sondern der Blick auf den sogenannten Hyperloop. Davon träumt kein Geringerer als Elon Musk – mit Schallgeschwindigkeit in Vakuumröhren zu reisen. Dabei fährt auch ein besonderer Ruderer-Klebstoff mit ...
(Bild: Ruderer)

Beim Hyperloop guckt man nach Aussage der Forscher zwar sprichwörtlich in die Röhre, sieht aber wegen des Hochleistungsklebstoffs extrem gut. Der Hyperloop ist ein in der Entwicklung befindliches Transportmittel, das in Zukunft mit Geschwindigkeiten von bis zu 1.250 Kilometern pro Stunde durch eine Vakuumröhre rasen soll, in der es kaum Luftwiderstand gibt. Der Unternehmer Elon Musk stellte das Konzept erstmals im August 2013 vor. Zwei Jahre später rief der Tesla-Chef die „Hyperloop Pod Competition“ aus. Bei diesen Wettbewerben, die drei Jahre in Folge stattfanden, traten verschiedene Teams aus aller Welt gegeneinander an. Sie alle stellten funktionierende Prototypen vor, wobei der Fokus auf Design, Technik und Schnelligkeit lag. Unter den Wettbewerbsteilnehmern befand sich auch ein Team der Technischen Universität München (TUM).

So sieht es im Versuchs-Hyperloop der TU München aus.(Bild:  TU München)
So sieht es im Versuchs-Hyperloop der TU München aus.
(Bild: TU München)

Die junge Forschungsgruppe gewann zweimal den Preis für die schnellste Kapsel, welche zuletzt eine Spitzengeschwindigkeit von 482 Kilometern pro Stunde erreichte. Dieser Durchbruch führte zur ersten europäischen Teststrecke in Ottobrunn bei München. Am 10. Juli 2023 fand dort die weltweit erste Fahrt unter Vakuumbedingungen mit Passagieren statt. Noch ist die Fahrt durch die enge Röhre aber Zukunftsmusik, geben die Münchener zu. Doch schon jetzt gibt es Licht im und am Ende des Tunnels für die TU München.

Ein Klebstoff bringt Licht ins Dunkel

Das TUM Hyperloop Team visiert mit seinem System Geschwindigkeiten bis zu 900 Kilometer pro Stunde an. Es besteht aus einem Netzwerk aus Röhren mit einem Durchmesser von rund vier Metern, einem Passagiermodul sowie einer Betriebsleitzentrale samt Steuerung und Vakuumpumpen. An den Röhren befinden sich Lichtdiffusoren, die durch LEDs für eine gleichmäßige Ausleuchtung sorgen. Auch an den Außenrändern der Passagierkapsel findet man eine LED-Beleuchtung. Um diese markanten, leicht gewölbten Lichtstreifen anzubringen, hat das Team auf einen kristallklaren 2-Komponenten-MMA-Klebstoff (MMA = Methylmethacrylat) von Ruderer Klebetechnik zurückgegriffen. Durch den MMA-Hochleistungsklebstoff Technicoll 9414 wird die innovative Passagierkapsel noch besser wahrgenommen. Denn der Klebstoff sorgt für mehr Licht und weniger Spannung bei diesem Speed.

Maßgeblich für diese Entscheidung war, dass dieser Hochleistungsklebstoff eine transparente Klebefuge bildet und die Optik nicht im Geringsten beeinträchtigt. Die Klebestellen sollten nahtlos mit den hochwertigen Kunststoffoberflächen abschließen und den sanften Lichteffekt unterstützen, was auch gelungen ist, wie man betont. Durch seine gute Flexibilität, ausgezeichnete Haftung sowie die hohe Temperatur- und Medienbeständigkeit verlängert Technicoll 9414 automatisch auch die Lebensdauer und Haltbarkeit der Lichtdiffusoren, was selbst bei Hochgeschwindigkeiten funktioniert.

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Das ist die Vision von Tesla-Chef Elon Musk! 2013 präsentierte er der Welt seinen Mobilitätstraum. Wird dieser wahr, rasen Passagiere in Kapseln, sogenannte Pods, mit einer atemberaubenden Geschwindigkeit von 1.250 Kilometern pro Stunde durch Röhren aus Stahl oder Beton. Zum Vergleich: Die Schallgeschwindigkeit liegt bei etwa 1235,5 Stundenkilometern. Der Antrieb erfolgt entweder mittels Magnetschwebetechnik oder Elektromagnettechnik, sodass die Kapseln nahezu reibungslos auf einem Luftpolster gleiten, so die Vision. Bei beiden Antriebsarten herrscht in den Röhren ein sehr niedriger Luftdruck, nahe an einem absoluten Vakuum.

Ob der Hyperloop in Zukunft eine sichere, nachhaltige und wirtschaftlich tragfähige Möglichkeit zur Lösung für die Transportprobleme in Europa und auf der ganzen Welt sein wird, bleibt aber abzuwarten. Aber sollten Sie eines Tages tatsächlich in diesem megaschnellen Transportmittel sitzen, dann denken Sie daran – ein Milliardär wollte mit Vakuumtunneln die Welt verbinden, aber es war ein Klebstoff, der Licht in diese Zukunftsvision gebracht hat.

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